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Fußball-Kreisoberliga: Immig nicht mehr Trainer der TSG Bad Sooden-Allendorf

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Von: Maurice Morth, Ralf Walle

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Dienstältester Trainer in der Fußball-Kreisoberliga: Jörg Immig von der TSG Bad Sooden-Allendorf.
War bei der TSG Bad Sooden-Allendorf der dienstälteste Trainer in der Fußball-Kreisoberliga: Jörg Immig. © Ralf Walle

Was die Spatzen längst von den Dächern pfiffen, hat die TSG Bad Sooden-Allendorf in der Mitte dieser Woche nun auch offiziell per Pressemitteilung bestätigt.

Bad Sooden-Allendorf – Der Tabellensiebte der Fußball-Kreisoberliga und Trainer Jörg Immig gehen ab sofort getrennte Wege. Nach sechs sehr erfolgreichen Jahren sei eine gewisse Abnutzung zu spüren, heißt es in der Pressemitteilung von Fußball-Abteilungsleiter Andreas Kreutzer.

Und weiter: „Der Vorstand der Fußballabteilung und die Spieler danken Jörg für die über Jahre hervorragende Arbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“ Neben Immig endet auch das Engagement seines Co-Trainers Andreas Schimpf.

Christopher Elsner übernimmt vorerst bis zum Sommer

Einen Nachfolger für Immig hatte der Vorstand gestern auch schon parat. Ab der kommenden Woche wird Christopher Elsner das Team trainieren und auf die verbleibenden Partien in der Kreisoberliga einstellen. Elsner spielte einst unter Immig bei der TSG und war zuvor viele Jahre für den SC Heiligenstadt in der Thüringenliga aktiv.

Von der TSG Bad Sooden-Allendorf wechselte Elsner damals zum Kreisoberliga-Konkurrenten VfL Wanfried. Für Elsner, der mit seiner Familie in Bad Sooden-Allendorf lebt, ist die TSG BSA die erste Station als Trainer im Seniorenbereich. Bislang war es für D-Junioren der TSG zuständig.

Christopher Elsner Interimstrainer TSG BSA
Christopher Elsner Interimstrainer TSG BSA © Künemund, Florian

Auch einen neuen Co-Trainer hatte die TSG BSA gestern schon verpflichtet. Ex-Spieler und Ex-Coach Franz Strewitz sowie der bisherige Torwart-trainer Alexander Hardt werden Elsner künftig unterstützen.

Die Trennung erfolgte in beiderseitigem Einvernehmen

Jörg Immig unterstrichnoch einmal die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen. „Wir, also das Trainerteam, haben in der Vorrunde gemerkt, dass manche Maßnahmen nicht wie gewünscht gegriffen haben“, sagt Immig und nennt als Beispiele das Training und die Besprechungen vor den Spielen.

Taktische Umstellungen wie zum Beispiel die neue Dreierkette oder das Spiel mit ein oder zwei Sechsern seien im Team nicht angekommen. „Wir haben Tore kassiert, die wir sonst nie gefangen hätten. Die Bereitschaft und das Engagement seien auch nicht wie gewohnt vorhanden gewesen“, betont Immig. Man habe diese Problematik schon erörtert, weshalb die Trennung jetzt nicht überraschend käme, betont der Ex-Coach.

Den Jahrgang 1997 bis zu den Senioren begleitet

Alarmierende Zeichen für eine Abnutzung seien in der vergangenen Serie das 0:10 in der Meisterrunde gegen Wanfried gewesen. In dieser Serie gab es unter anderem sechs Pleiten in Folge. Der Tiefpunkt sei das 1:3 bei Schlusslicht Wehretal gewesen, betont Immig, der so etwas wie ein Trainer-Urgestein bei der TSG ist.

Den Jahrgang 1997 mit seinem Sohn Philipp trainierte Immig seit der E-Jugend. Er folgte diesem Jahrgang durch den gesamten Juniorenbereich bis in das Seniorenteam, für das er im sechsten Jahr verantwortlich war. „Das ursprüngliche Ziel, Spieler wie Philipp Immig, Patrick Aldinger und Sebastian Jilg in den Seniorenbereich zu integrieren, haben wir ja mehr als erreicht“, sagt Jörg Immig.

Einige Spieler wie die Leistungsträger Aldinger und Jilg haben noch nie unter einem anderen Coach bei der TSG trainiert. „Von daher wird es Zeit. Im Profibereich trennt man sich wegen Abnutzungserscheinungen auch nach spätestens fünf oder sechs Jahren.“ (raw/mmo)

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