Trainer des ESV Hönebach warnt

Tino Jäger: Doppelspieltage sind Körperverletzung

Engagiert und emotional: Tino Jäger, der Trainer des Gruppenligisten ESV Hönebach.
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Engagiert und emotional: Tino Jäger, der Trainer des Gruppenligisten ESV Hönebach.

Ein tolles erstes Saisondrittel spielte Aufsteiger Hönebach in der Fußball-Gruppenliga, kann seinen Lauf aber erst mal ebenso wenig fortsetzen wie alle anderen.

Hönebach - Der ESV stellt sich auf eine längere Corona-Pause ein, Coach Tino Jäger macht sich seine Gedanken über die nächsten Monate, kann aber angesichts der Punkteausbeute zumindest in der Hinsicht beruhigt Weihnachten feiern.„Schwierig und absolut unbefriedigend“ ist die aktuelle Situation für ESV-Coach Tino Jäger, bei dessen Team es in der Hinrunde richtig gut lief: Zwar ist Hönebach zur Winterpause nicht bester Aufsteiger, den Titel hat sich Horas gesichert, das wird dem Nordlicht aber egal sein: 21 Punkte aus zwölf Spielen hatten die wenigsten erwartet, das Winterpolster ist dick und warm. „Das war natürlich zufriedenstellend und beruhigend. Damit brauchen wir nicht zu zittern, egal was für Entscheidungen getroffen werden“, betont Jäger.

Stichwort Entscheidungen: Da ist der Coach gespannt, ob tatsächlich noch 24 Spiele der Restrunde gemacht werden sollen, Kressenbach/Ulmbach beispielsweise hat gar noch 27 Partien vor sich. „Das ist regulär nicht mehr spielbar. Ich glaube, du wirst hier vor März nicht anfangen können und dann müsstest du jede Woche doppelt spielen. Das ist für jemanden im Amateurbereich, der von Montag bis Freitag arbeiten geht und 100 Prozent bringen muss, Körperverletzung und nicht im Sinne des Erfinders“, erklärt Jäger.

Sollte zum Beispiel nur die Hinrunde gespielt werden, ist dem ESV der Klassenerhalt schon jetzt kaum noch zu nehmen, wobei mit diesem Szenario Jägers Blick auch auf den Spielplan fällt. Denn von Ende Mai bis Mitte Juni hätte Hönebach nach dem ursprünglichen, regulären Plan vier Heimspiele hintereinander zum Saisonabschluss. „Das ist auch fragwürdig, in der Bundesliga geht es doch auch abwechselnd“, hört der ESV-Coach fast schon Stimmen, die das ebenfalls ansprechen würden.

Doch bis dahin ist es noch eine Zeit hin, aktuell halten sich die ESV-Akteure in Eigenverantwortung fit. „Viel mehr als laufen geht ja nicht, das wird auch irgendwann öde für einen Fußballer. Und ich weiß auch nicht, was sich daran ändern soll“, rechnet Jäger noch mit einem verlängerten Lockdown, der für den Sport auch ins neue Jahr hinein.  rg

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