Ein Bus voller Volleyhühner

TV Jahn: Wie eine Auswärtsfahrt zum Ereignis werden kann

Im Bus: Die Jahner Volleyballerinnen (von links) Conny Wilke, Ina Schwalm, Nicole Skwara, Jana Wartenberg und Alexandra Schwindt.

Kassel. Die Jahner Volleyballfrauen treten am Sonntag ihre letzte Auswärtsfahrt in diesem Jahr an. Die Volleyhühner, wie sie sich selbst nennen, fahren nach Mainz und sind zu Gast bei der TSG Bretzenheim.

Doch: Wie läuft so eine Auswärtsfahrt ab? Ein Video der Jahn-Volleyballerinnen zeigt genau das. Für unsere Zeitung hat es Außenspielerin Alexandra Schwindt zudem protokolliert. Dabei handelt es sich um die vergangene Ausfährtsfahrt nach Heidelberg zum Drittliga-Spiel gegen Rohrbach. Aber die Fahrt nach Mainz wird ähnlich ereignisreich sein – davon ist auszugehen.

Samstag, 14 Uhr: Eigentlich wäre jetzt Abfahrt vom Kasseler Auestadion. Aber es fehlen noch zwei Spielerinnen. Also blödeln die Wartenden noch etwas rum. Die Sammlung an DVDs wird durchforstet. Schließlich hat der 16-Sitzer zur großen Freude der Mitfahrer einen Fernseher, und die Tristesse der Autobahnen erhält ein bisschen Farbe. Wir schauen Friendship mit Matthias Schweighöfer.

15.50 Uhr: Die Rufe aus dem Bus nach einer Pipipause sind unüberhörbar. Der Busfahrer hat die Mannschaftsorder, eine Raststätte mit Schnellrestaurant anzusteuern. Die anderen Rastenden schauen besonders interessiert, wenn zwölf Frauen in gleichem Outfit mit einem Mann in ihrer Mitte die Toiletten und das Restaurant erstürmen.

17.55 Uhr: Ankunft an der Turnhalle. Zwei Stunden vor einem Spiel, wo es um wichtige Punkte geht. Doch bevor es in die Halle geht, drehen wir Volleyhühner eine große Runde an der frischen Luft. Ein Spaziergang vor den Spielen hat sich bewährt, um die Anfahrt aus den Knochen zu schütteln. Aber im November ist es kalt, also laufen alle etwas schneller. Und natürlich wird auch wieder geblödelt.

19.45 Uhr: Jetzt wird es ernst. Noch 15 Minuten bis zum Anpfiff. Die Konzentration wächst. Die lange Busfahrt? Vergessen. Jetzt zählt nur noch das Spiel. Es läuft gut: Am Ende steht ein 3:1. Und die gute Laune für die Rückfahrt ist garantiert. Eines ist da immer dabei: der Sekt. Ein Schlückchen gibt es immer – egal, ob Sieg oder Niederlage.

Gegen Bretzenheim wollen die Jahnerinnen auf der Rückfahrt wieder auf einen Sieg anstoßen. Der Gegner ist unangenehm, weil aggressiv. In den bisherigen Spielen haben sich beide Teams nichts geschenkt. Abwehr und Block müssen funktionieren, damit die Volleyhühner sich durchsetzen – und sich die Fahrt nach Mainz gelohnt hat. (pal)

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