Handball-Regionalliga: Duderstadt nach Hinspielerfolg nun 26:25-Sieger in Münden

Jahn gewinnt zweites Derby

Freie Wurfbahn: Mündens Stefan Dietzel (41) kommt mühelos zum Torwurf, weil Jahns Matthias Heim (18) zu spät kommt. Foto: Mai

Münden. Auch das zweite Kreisderby in dieser Saison in der Handball--Regionalliga Nord entschied der TV Jahn Duderstadt bei der TG Münden mit 26:25 (14:12) für sich.

Mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler der Gastgeber aus der gut besuchten Mündener Gymnasiumhalle. Die Jahn-Spieler feierten dagegen mit ihren mitgereisten Fans einen historischen Sieg, denn noch nie hatten die Eichsfelder bisher in Münden gewonnen und skandierten „Auswärtssieg, Auswärtssieg.“ Ein Sieg, der zwar glücklich aber nicht unverdient war und den sich die Eichsfelder mit viel Herz und Cleverness erkämpft hatten.

Zwei Jahn-Tore in Unterzahl

Eigentlich müsste der Erfolg der Duderstädter doppelt zählen, denn mit Marc Wengler, Maximilian Loest, Marco Krist und Matthias Tetzlaff, der nur zu einem Kurzeinsatz kam, fehlten quasi vier Stammspieler. Zudem verlor der TV nach 25 Minuten Nerijus Keselis, der Janis Pavlovics beim Tempogegenstoß rüde von den Beinen holte. Auch die TG musste mit Christoph Reinbold, der sich beim Aufwärmen am Fuß verletzt hatte, auf einen wichtigen Spieler verzichten. „Ich hatte mich so auf dieses Derby gefreut und dann das, aber es ging nicht“, ärgerte sich Mündens Linksaußen.

Die TG legte los wie die Feuerwehr, führte nach fünf Minuten mit 4:0 und schien den Gast an die Wand spielen zu wollen. Als sich die Albrecht-Sieben aber in ihrer für sie ungewohnten Konstellation - Matthias Heim übernahm die Tetzlaff-Rolle als Spiellenker als hätte er noch nie etwas anderes gemacht - gefunden hatte, kippte die Begegnung, Jahn glich aus und ging kurz vor Pause mit zwei Treffern in Führung und dies in Unterzahl (!). Das Überzahlspiel war eines der Mankos im TG-Spiel, zweimal hieß es 0:3 beim Überzahlspiel aus TG-Sicht.

Dennoch, Münden hätte zumindest ein Unentschieden verdient gehabt, das gab auch Stefan Albrecht in der anschließenden Pressekonferenz zu. Die Mündener zeigten Leidenschaft, doch es lief nicht. „Wir haben viel investiert in den vergangenen Wochen, aber wir kommen nur in kleinen Schritten weiter“, war Peter Rommel die Enttäuschung anzusehen. Zu viele technische Fehler und zu wenig Effizienz im Abschluss verhinderten dies. Auch der TV Jahn machte ungewohnt viele Fehler, doch wenn es darauf ankam, war er einfach cleverer.

Dank an Duderstädter Fans

Als in der Schlussphase beim Duderstädter Häuflein der Aufrechten die Kräfte schwanden, half den Gästen auch ein bisschen Glück und die eigenen Fans. So ging der erste Dank vom Duderstädter Coach auch an die eigenen Zuschauer: „Wir sind auf dem Zahnfleisch hierher gekrochen und reisen mit gesundem Gebiss nach Hause, das haben wir auch euch zu verdanken“.

Münden: Gumula, Petrauskas - Endig, Luca 4, Eisenbach 1, Grambow 9/1, Matthias Linke, Doktorovych 2, Wiegräfe, Ditzel 5, Reinbold, Andreassen, Pavlovics 4.

Duderstadt: Schmidt, Wedemeyer - Krist, Keselis 1, Bogott, Tetzlaff, Kobusinski 4, Swoboda 4, Heim 3, Sandrock 1, Naß 1, Knudsen 12/4. (zai)

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