HANDBALL-LANDESLIGA

TVH-Frauen beenden das Jahr mit Frust und Freude

Die Handballerinnen des TV Hersfeld besprechen sich in einer Auszeit.
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Teambesprechung während der Auszeit: Am Wochenende war TVH-Trainerin Sabine Teichmann (rechts) völlig zufrieden mit ihrer Mannschaft – nicht aber mit dem Auftritt des Schiedsrichtergespanns.

Die Handballerinnen des TV Hersfeld haben das Jahr 2021 mit einem Unentschieden abgeschlossen. Nach dem Spiel herrschte Unmut über das Schiedsrichtergespann – aber auch Freude über eine neue Personalie und Stolz auf die Leistung in dieser Saison.

Bad Hersfeld – Das Remis gegen den TSV Wollrode war eigentlich ein Punktgewinn, doch für Hersfelds Handballerinnen fühlte es sich an wie eine Niederlage. Nach dem Ausgleichstreffer zum 23:23, der im Landesligaspiel für die Punkteteilung sorgte, herrschte vor allem erst einmal Traurigkeit und Frust. „Wir hätten den Sieg wirklich verdient gehabt, denn die Mädchen haben heute super gespielt“, erklärte Trainerin Sabine Teichmann nach der Partie. Nicht verständliche Entscheidungen der Schiedsrichter hätten sich jedoch wie ein roter Faden durch das Spiel gezogen – „da kann man nichts machen und das ist einfach nicht fair.“

Nicht nur der Siebenmeter in den Schlusssekunden, bei dem Wollrodes Lena Klotzsche den Ball auf den Boden auftippte, bevor sie warf, brachte die Trainerin an den Rand der Verzweiflung. Auch wegen Treffern ihres Teams, die nicht gegeben wurden und den Hersfelderinnen am Ende fehlten, übte Teichmann hinterher Kritik. „Man kann keine hundertprozentigen Tore abpfeifen, nach denen selbst die gegnerische Mannschaft an den Mittelkreis geht und Anwurf machen will. Sowas darf in so einer Klasse nicht passieren“, sagte sie. „Wenn man solche Schiedsrichter hat, können die Mädchen sich noch so anstrengen, dann kann man das Spiel einfach nicht gewinnen.“

Für den Auftritt ihrer Mannschaft, die in den vergangenen drei Wochen vor allem durch Booster-Impfungen nur eingeschränkt trainieren konnte, fand die Trainerin dagegen nur lobende Worte. Man habe super gespielt, ganz toll gekämpft und auf allen Positionen eine starke Leistung gezeigt. Dazu habe Torfrau Lea Hollstein klasse gehalten – beim Siebenmeter kurz vor Schluss war sie ohne Chance.

Neues Gesicht im Hersfelder Team

Untergegangen vor lauter Enttäuschung und Entsetzen wäre dabei fast ein neues Gesicht im Hersfelder Kader. Vor dem Wochenende als „Überraschung“ angekündigt, gab Sandra Debus am Samstagabend ihr Debüt. Die erfahrene Handballerin, die zuvor bei Oberligist SG 09 Kirchhof II spielte, verstärkt nun den Rückraum der Hersfelderinnen. Für die Rückrunde ist Debus ein echter Zugewinn für das Team – das sich in den fünf Spielen dieses Jahres unterm Strich richtig gut präsentierte. Mit drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage überwintert der TVH auf dem zweiten oder dritten Rang. Sollte die Saison Mitte Januar planmäßig fortgesetzt werden können, darf man gespannt sein, wo er am Ende landen kann.

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