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Eintracht Baunatal zu Gast beim Spitzenreiter

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Von: Martin Scholz

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Da kommt was auf sie zu: Trainer Dennis Weinrich (vorn) mit einigen seiner Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal.
Trainer Dennis Weinrich (vorn) mit einigen seiner Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal. © andreas fischer

Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen. Mit vier Siegen aus vier Spielen reist Handball-Drittligist GSV Eintracht Baunatal an diesem Samstag zum ungeschlagenen Spitzenreiter EHV Aue. Der Jahresausklang in der Erzgebirgshalle (17 Uhr) dürfte vor stimmungsvoller Kulisse stattfinden. Aue hofft auf einen neuen Zuschauerrekord mit rund 1200 Zuschauern, versucht allerdings die Erwartungen etwas herunterzuschrauben.

„Zahlreiche Verletzte und Erkrankte trübten die Trainingswoche. Gleich beide Elias werden am Wochenende nicht zur Verfügung stehen. Elias Gansau fällt auf Grund eines grippalen Infektes aus, und Elias Bombelka plagen Schmerzen in der Hüfte. Sveinbjörn Petursson knickte am Dienstag im Training um, wird sich aber wohl mit auf die Bank setzen können“, hieß es gestern auf der Facebook-Seite des früheren Zweiligisten, der vor allem ein Baunataler Trio im Auge behalten will: So gelte es, die Kreise von „Konterspezialist“ Felix Geßner (90 Tore) auf Linksaußen und von „Rückraum-Kanonier“ Kevin Trogisch (75) einzuengen und gleichzeitig Benjamin Fitozovic (68) auf Rechtsaußen nicht aus den Augen zu verlieren.

Mehr als gewarnt sind aber auch die Gäste aus Nordhessen. Bis auf 19:13 waren die Baunataler beim Hinspiel in der Rundsporthalle schon einmal davongezogen, bevor Aue zurückkam und am Ende 32:31 gewann. „Natürlich ist das eine Top-Truppe, aber mit unserer Serie von vier Siegen gehen wir voller Selbstvertrauen in das Spiel“, sagt Eintracht-Trainer Dennis Weinrich. Zwar glaubt Weinrich nicht vollständig, dass mit Elias Gansau am Samstag der „beste Rückraumspieler der Liga“ tatsächlich fehlen wird, setzt aber ohnehin mehr auf die eigenen Stärken als auf des Gegners Schwächen: „Wenn wir das Torhüter-Duell gewinnen und das bessere Tempospiel auf die Platte bringen“, sollte für uns was drin sein.“

Zu den Stärken der Eintracht zählt zudem seit einigen Wochen nicht nur eine deutlich verbesserte Abwehr, sondern auch ein optimiertes Spiel am Kreis. Leo Helbing und Jan-Erik Kleinschmidt harmonieren immer besser mit dem routinierten Passgeber Marvin Gabriel und dürften auch in Aue dazu beitragen, die Gastgeber-Defensive beschäftigt zu halten. „Das Gute ist, dass wir inzwischen so eingespielt sind, dass wir nicht nur einen Plan A haben, sondern immer in der Lage sind, auch flexibel reagieren zu können“, sagt Kapitän Gabriel, der auf eine ähnliche Grundstimmung hofft, wie bei dem Überraschungssieg beim Tabellenzweiten in Erlangen. „Wenn wir wieder so einen Super-Tag erwischen und konzentriert aber auch entspannt in das Spiel gehen, ist alles möglich. Ich will auf alle Fälle gewinnen“, sagt Gabriel.

Für dieses Unterfangen dürfte den Baunatalern wohl wieder der gesamte Kader bis auf Friedrich Hellmuth zur Verfügung stehen. (Martin Scholz)

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