Diemelstädterin siegt im S*-Springen

Reitturnier in Lelbach: Jakobs entthront Friedel

Auf dem Weg zum Sieg: Anna-Maria Jakobs (RFV Warburg/Diemelstadt) auf Legolas. Foto: zmp

Lelbach. Was für ein Finale furioso! In der schwierigsten Springprüfung des dreitägigen Reitturniers in Lelbach, einer Springprüfung der Klasse S* mit anschließender Siegerrunde, triumphierte am Ende eine Amazone aus dem Waldecker Land.

Anna-Maria Jakobs vom Diemelstädter Georgenhof hatte Legolas, Sohn des legendären Hengstes Lausejunge, gesattelt und sicherte sich die Siegerschleife auf der Reitanlage „Auf den Brüchen“ und entthronte Vorjahressieger Markus Friedel.

Der hatte allerdings im Finalumlauf Pech. Auf seinem erfahrenen Wallach Numero Uno ging er als letzter der sieben Finalteilnehmer an den Start. Gewohnt angriffslustig wirbelte er auf dem hervorragend präparierten Sandplatz durch den Stangenwald. Doch am drittletzten Hindernis platzte der Traum von der erneuten Titelverteidigung. Ein Abwurf zerstörte alle Hoffnungen, denn mit 36,75 Sekunden hätte er die Bestmarke von Jakobs (39,12) locker unterboten. Trostpflaster für den Twistetaler in Diensten des RFV Nethegau-Brakel: Mit seinem elfjährigen Holsteiner-Wallach Corando konnte er sich in 39,38 Sekunden den zweiten Rang vor Kai Schrammel (Schwalmpforte) sichern.

Die Ergebnisse des Turniers können Sie sich hier als Pdf-Datei herunterladen:

Ergebnisse

Die Siegerrunde hatte auch die so erfolgreiche Lokalmatadorin Carina Pöttner auf Camira trotz eines Viertel Zeitfehlers erreicht. Doch das Aushängeschild des Gastgebers verzichtete zur Schonung des Pferdes auf einen Start. „Carina ist eine sehr erfahrene Reiterin und muss niemand mehr etwas beweisen. Für sie steht das Interesse der Pferde absolut im Vordergrund, deshalb akzeptieren wir ihre Entscheidung, zumal sie am Wochenende schon einige Male am Start war“, hatte Sportwartin Caterina Steffen vom gastgebenden Verein für den Startverzicht absolutes Verständnis.

Bei der Siegerehrung der schwierigsten Springprüfung bedankte sich die Siegerin Jakobs für „ein tolles Turnier, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielte“. Die Amazone vom Georgenhof freute sich sichtlich über den Erfolg, zumal „Legolas zuletzt pausierte und wir somit ausgeruht ganz schnelle Reiter hinter uns lassen konnten“.

Der dritte und letzte Turniertag hatte noch einmal zwölf von 28 Prüfungen im Programmablauf. Vor der Mittagspause standen auf dem Springplatz zwei Punktespringprüfungen der Klasse M** auf dem Programm. Zuerst feierte die Delbrückerin Lisa Lummer einen Doppelsieg, in der zweiten Prüfung schlug die Stunde von Daniel Erd aus Bad Wildungen. Auf seinem zwölfjährigen Wallach Cape Town de Pierre siegte er in der Maximalpunktzahl mit dreizehntel Vorsprung vor Kai Schrammel (Schwalmpforte) und Fabian Lipsky (Schönhagen).

Begonnen hatte der dritte und letzte Turniertag schon sehr frühzeitig mit einer Springprüfung der Klasse L, ausgeritten in zwei Abteilungen. In der ersten Abteilung sicherte sich die Korbacherin Stefanie Grebe mit ihrer in Holstein gezogenen Stute Wacandra hinter Sieger Fabian Hayessen (Gut Waitzrodt) Rang zwei. Die zweite Abteilung ging komplett an auswärtige Reiter.

Vor dem großen S-Springen war zuerst der Nachwuchs an der Reihe. Eine Stilspringprüfung der Klasse E war ausgeschrieben. Hier siegte die Frankenbergerin Katharina Weller vor Charline Adamietz (Korbach) und Kira Gräbe vom gastgebenden reiterverein St. Kilian. Einer der Highlights in Lelbach ist immer das Mannschaftsspringen mit Kostümwertung. Diesmal

Sicherte sich Rang zwei: Markus Friedel  auf Corando. Foto: zmp

waren allerdings nur drei Teams am Start. Es siegte der Reit- und Fahrverein St. Kilian Korbach II in der Besetzung Patricia und Jennifer Prehn, Celine Götze und Anne Schäfer ohne Abwurf. Die letzte Springprüfung des Turniers war eine Springprüfung der Klasse A*. Hier gewann Anna Maria Klaus (Vöhl) vor der Korbacherin Daniela Hocke, die auf zwei und drei platziert wurde.

Ein überaus positives Fazit konnte am Ende der Veranstaltung der erste Vorsitzende Erik Rasner ziehen. „Wir haben in Lelbach hervorragenden Pferdesport unter optimalen Bedingungen gesehen. Ein großer Dank gilt unseren vielen Helfern, die nun schon seit Wochen im Einsatz waren, sei es beim Bau des Richterturmes, bei Herstellung des neuen Geläufs auf Reit- und Dressurplatz und nun im Turnierablauf. Eine fabelhafte Leistung“, zeigte sich der Vorsitzende dankbar.

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