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Fußball-Hessenliga: Jan Gerbig krönt Achterbahnfahrt für den SV Adler

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Erzielte kurz vor dem Abpfiff den Siegtreffer für den SV Adler Weidenhausen: Jan Gerbig (Mitte). ARCHI
Erzielte kurz vor dem Abpfiff den Siegtreffer für den SV Adler Weidenhausen: Jan Gerbig (Mitte). © Maurice Morth

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle hat der SV Adler Weidenhausen hinter sich - mit einem glücklichen Ende.

Steinbach - Nachdem die Weidenhäuser bis kurz vor dem Abpfiff beim TSV Steinbach II wie der Sieger aussahen und doch noch den bitteren Ausgleich kassieren mussten, sorgte der Zweifachtorschütze Jan Gerbig Sekunden vor Schluss in der Nachspielzeit doch noch für den viel umjubelten Auswärtsdreier.

TSV Steinbach II - SV Adler Weidenhausen 1:1 (0:1). „Am Ende guckst du dich dann gegenseitig an und weißt selbst gar nicht, wieso du mit 2:1 gewonnen hast. Den Sieg nimmst du aber natürlich gerne mit“, so ein durchaus kritischer Adler-Vorstand Jan Gonnermann nach dem Last-Minute-Sieg.

Die Weidenhäuser kamen gegen die Regionalliga-Reserve gut ins Spiel, Jan Gerbig erzielte nach nur vier Zeigerumdrehungen von halblinks mit einem abgefälschten Schuss in die lange Ecke die Führung. Spätestens mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Tim Gonnermann (Zerrung/22.) kam dann aber ein Bruch ins Adler-Spiel.

„Steinbach hatte die Spielkontrolle und wir sind nur hinterhergelaufen. Erst war es noch viel Mittelfeldgeplänkel, dann hatten sie bis zur Halbzeit Chance um Chance“, so Gonnermann.

Weil beim vermeintlichen 1:1 die Abseitsfahne hochging (41.) und Torhüter Lucas Waßmann stark im Eins-gegen-Eins parierte (53.), hatte die 1:0-Führung bei zwei Chancen durch Moritz Krug (58.) und Fabian Assmann (65.) bis in die Schlussphase bestand.

Ausgleich für Steinbach war überfällig

„Der Ausgleich war dann aber überfällig, denn wir hatten überhaupt keine Entlastung mehr“, so Jan Gonnermann.

Doch als alle gut 30 mitgereisten Adler-Fans sich schon auf die Punkteteilung eingestellt hatten, folgte noch einmal ein genialer Moment von Jan Gerbig: Einen Einwurf von Jannis Beng brachte Sturmpartner Sören Gonnermann zu Gerbig, der den Ball mit der letzten Aktion des Spiels wieder im langen Eck unterbrachte.

„In der Abwehr haben Sönke Schneider, Fabian Assmann und Lucas Waßmann eine Bombenpartie gespielt. Wie der Sieg dann letztlich zustande kam, danach fragt in zwei Wochen auch keiner mehr“, so das Fazit von Jan Gonnermann.

SV Adler: Waßmann - Görs (Nguyen/84.), Schneider, Assmann, Renke (Beng/90.), T. Ullrich, T. Gonnermann (Löffler/22.), Gerbig, K. Krug, Pfliegner (M. Krug/55.), S. Gonnermann.

Tore: 0:1 Gerbig (4.), 1:1 Tahiri (89.), 1:2 Gerbig (93.).

(Maurice Morth)

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