Verband kündigt Saisonende an

Niedersachsen-Fußball vor dem Abbruch

Fußball und Coronamaske auf einem Sportplatz
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Aus und vorbei! Die Spielzeit 20/21 wird nächste Woche ziemlich wahrscheinlich abgebrochen.

Die hohen Coronazahlen und die Verlängerung des Lockdowns werden nun doch der Fußballsaison in Niedersachsen ein Ende setzen. Kleine Ligen und eine beschlossene Saisonverlängerung werden nichts mehr retten können.

Hann. Münden – Nach einer Präsidiumssitzung kündigte der Niedersächsische Fußballverband (NFV) an, dass er in der kommenden Woche wohl endgültig alle Modalitäten eines Saisonabbruchs beschließen werde. Die jüngsten Bund-Länder-Beratungen hatten den Bestrebungen des NFV, die Saison sportlich zu beenden, einen schweren Schlag versetzt. Zuvor hatte der Verband auf den Anfang März veröffentlichten Stufenplan der Bundesregierung gesetzt. Doch davon ist derzeit keine Rede mehr. Somit wollte der NFV-Vorstand am Dienstag erörtern, inwieweit das Ziel einer Saisonfortsetzung noch realistisch ist, und er kam zu einem eindeutigen Ergebnis.

In der Erklärung heißt es: Es zeichnet sich ab, dass das Mannschaftstraining und der Pflichtspielbetrieb nicht rechtzeitig wieder aufgenommen werden können, um an der sportlichen Fortsetzung und Beendigung der Saison 2020/2021 bis spätestens zum 21. Juli festzuhalten. Insofern werde der Verband im Rahmen einer ordentlichen Verbandsvorstandssitzung in der kommenden Woche eine alternative und finale Entscheidung treffen.

Bevorzugte Variante ist der Abbruch in Form einer Annullierung der Saison. In den Spielklassen auf Bezirks- und Kreisebene soll es dabei im Gegensatz zur ebenfalls abgebrochenen Serie 2019/20 keine Aufsteiger geben (Absteiger sowieso nicht). Die neue Saison soll in gleicher Zusammensetzung ausgetragen werden. Es könnte auch durchaus sein, dass die Staffeln erneut kleiner ausfallen, um gegen alle Eventualitäten gerüstet zu sein.

Der Vorsitzende des Fußballkreises Göttingen-Osterode, Hans-Dieter Dethlefs aus Desingerode, sieht ebenfalls keine Alternative zum Abbruch mehr: „Nach den jüngsten Beschlüssen wären wir zeitlich zu sehr unter Druck. Zumal wir ja auch die Gesundheit der Spieler in Form einer mindestens vierwöchigen Vorbereitungszeit berücksichtigen müssten. Darauf hatten alle Vereine großen Wert gelegt. Allerdings stehen unsere drei Kreis-Ausschüsse für Herren, Frauen und Jugend Gewehr bei Fuß, um – wenn es rechtlich wieder möglich ist – sehr schnell und unbürokratisch Freundschaftsspiele oder auch Turniere zu ermöglichen.“

Im Februar und Anfang März hatte auch Dethlefs noch gedacht, eine Saisonfortsetzung könnte aufgrund der kleinen Staffeln und damit verhältnismäßig wenigen Spielen noch funktionieren. „Aber mittlerweile können wir ja noch nicht einmal sagen, ob es direkt nach dem 18. April zu Lockerungen kommen wird“, so Dethlefs. Die gegen Null gehende Hoffnung der Vereine hatte Kreis-Spielausschuss-Vorsitzender Klaus Henkel übrigens schon vor zehn Tagen bemerkt: Auf die damals gebotene Perspektive, eventuell wieder ab 25. April weiterspielen zu können, habe gerade einmal ein einziger Verein eine Reaktion abgegeben. (Manuel Brandenstein)

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