Tennis

Jubel nach Amendos Punkt: ST Lohfelden siegt und schafft Klassenerhalt

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Bundesliga wir sehen uns wieder: Die ST Lohfelen mit (von links) Martin Slanar, Rok Jarc, Christopher Amend, Martin Kares, Martin Boulnois, Christoph Bühren, vorm ihm Sohn Hannes, Timo Goebel mit Noah und Alexander Kunick.

Zum Schluss war die Spannung schnell raus: Christopher Amend machte den entscheidenden Punkt und es stand nach den Einzeln 5:1 für Lohfelden.

Damit stand auch fest, dass die ST das Spiel gewinnt und der Klassenerhalt in der Tennis-Bundesliga der Herren 30, Gruppe Süd, geschafft war. Am Ende gewannen die Nordhessen 8:1 gegen den TC Dachau und beschlossen die Saison sogar noch als Dritter.

Vor dem Spiel

Die Anspannung war spürbar, obwohl die Spieler der Nordhessen bei guter Laune waren und Zuversicht ausstrahlten. „Wir wollen uns nicht auf andere verlassen müssen, wir wollen heute hier gewinnen“, sagte Timo Goebel, der älteste Akteur im Team. Und Kapitän Martin Boulnois: „Wir wissen als Team um unsere Stärke und wir haben Heimspiel.“ Martin Slanar war den weiten Weg aus Wien gekommen, um an Position eins zu spielen. „Hoffentlich hält die Hand“, sagte der 38-Jährige, „die Sehne reibt immer wieder am Knochen und entzündet sich.“

Die Personalien

Der TC Dachau war (natürlich) ohne Tommy Haas gekommen. Mit dem war wohl nur ein Einsatz vereinbart, und den hatte er schon beim Spiel in Großhesselohe absolviert. Die Bayern hatten Marek Semjan vom mehrmaligen slowakischen Mannschaftsmeister Bratislava dabei, der bis dato noch kein Einzel verloren hatte. Dazu den Italiener Gaetano Marrone und ihre deutschen Spieler. Die ST Lohfelden konnte bis auf Adrians Zguns in stärkster Besetzung antreten.

Der Wettkampf

Rok Jarc musste am Ende alle Register ziehen, um gegen Benjamin Ringlstetter zu gewinnen. 6:4 im ersten Satz, 6:6 im zweiten und Tiebreak. Dreimal führte der Dachauer, zuletzt 5:4. Dann glich Jarc aus, schlug mit einem Ass auf und retournierte danach so kraftvoll, dass Ringlstetter den Ball ins Aus schlug. Martin Kares musste gegen Manuel Ringlstetter in den Matchtiebreak und beendete den zu seinen Gunsten mit einem Ass zum 10:6. Christoph Bühren kämpfte sich in gewohnter Manier immer wieder gegen Gaetano Marrone ins Spiel zurück und gewann 6:2, 6:4. Christopher „Amendo“ Amend schwächelte nach starkem ersten Satz (6:2) gegen Dachaus Kapitän Peter Schuster etwas, gewann aber trotzdem 7:5. Martin Boulnois kam kampflos zum Sieg, da Peter Zick schon beim Warmspielen verletzt aufgab. Martin Slanar musste im zweiten Satz wegen Schmerzen in der Hand das Spiel beenden. Die Dachauer, die sowieso verloren hatten, verzichteten dann auf die Austragung der Doppel.

Nach dem Spiel

So ganz mussten die Zuschauer dann aber doch nicht ohne Doppel heimgehen. Erst versammelten sich alle Zuschauer und Spieler auf dem Centre-Court und sangen „Happy Birthday“, angestimmt von Goebels Spross Noah, für Rok Jarc, der 34 Jahre alt wurde. Dann spielten Christoph Bühren/Martin Boulnois und Alexander Kunick/Timo Goebel gegeneinander, nicht immer ganz ernst, aber mit vielen Finessen. Auf dem Platz daneben servierte derweil Rok Jarc dem Nachwuchs die Bälle.

Und ganz nebenbei begann die Klassenerhalts-Feier mit Freibier vom Förderverein Tennis und mit viel Spaß. Den hatte Timo Goebel schon vor dem Spiel versprochen. „Wir wissen alle, um was es geht, aber wir wollen die Spiele auch genießen und Spaß haben“, sagt er. „Und wenn wir im Spiel Spaß haben, dann gewinnen wir auch und wir haben hinterher auch Spaß.“ Und genauso war es.

Bundesliga Herren 30, Gruppe Süd: München – Großhesselohe 4:5, Frankfurt – Wiesbaden 9:0, Garching spielfrei

ST Lohfelden – TC Dachau 8:1. Die Spiele: Slanar (w.o.) – Semjan 3:6, 0:1; Jarc – B. Ringlstetter 6:4, 7:6; Amend – Schuster 6:2, 7:5; Kares – M. Ringlstetter 6:1, 1:6, 10:6; Boulnois – Zick (w.o.) 1:0; Bühren – Marrone 6:2, 6:4; Slanar/Jarc – Semjan (w.o.)/B. Ringlstetter 1:0; Amend/Kares – Schuster (w.o.)/B. Ringlstetter 1:0; Boulnois/Bühren – Zick (w.o.)/Marrone 1:0

Abschlusstabelle

1. STK Garching

6 40:14 12:0

2. Iphitos München

6 26:28 8:4

3. ST Lohfelden

6 32:22 6:6

4. Großhesselohe

6 27:27 6:6

5. TC Dachau

6 23:31 6:6

6. SaFo Frankfurt

6 30:24 4:8

7. Wiesbadener THC

6 11:43 0:12

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