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Fußball: Tim Jeanrond aus Sontra ist neuer Kreisjugendfußballwart

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Von: Marvin Heinz

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Nach dem Wahlgang in der Eschweger Stadthalle: Kreisfußballwart Holger Franke (links) und der neue Kreisjugendfußballwart Tim Jeanrond.
Nach dem Wahlgang in der Eschweger Stadthalle: Kreisfußballwart Holger Franke (links) und der neue Kreisjugendfußballwart Tim Jeanrond. © Privat

Am vergangenen Freitag fand in Eschweger ein außerordentlicher Kreisjugendtag statt, der die Neuwahl des Kreisjugendfußballwartes zum Ziel hatte.

Eschwege - Dabei votierten alle anwesenden Vereinsvertreter für den aus Sontra stammenden Tim Jeanrond. Wir sprachen mit dem 38-Jährigen darüber, welche fünf Punkte er sich in seinem neuen Amt vorgenommen hat:

Attraktiver Spielbetrieb: „Corona hat uns in den letzten Monaten immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Und auch Spielermangel, abgemeldete Mannschaften, fehlende Trainer und fehlende Ehrenamtler machen uns das Leben schwer. Weniger Mannschaften heißt nämlich auch, dass Leistungsförderung und Breitensport immer enger zusammenrücken und es bleibt schwer, beidem zu 100 Prozent gerecht zu werden. Die Herausforderung nehmen wir gern an. Hierzu werden wir konsequent die Ziele des DFB-Masterplans verfolgen.“

Neue Spielformen: „An Funino werden wir nicht mehr vorbeikommen. In der Hinrunde hatten wir bereits drei tolle Turniere in Hessisch Lichtenau, Waldkappel und Sontra ausgespielt. In der kommenden Rückrunde werden weitere Turniere veranstaltet, vor allem im Bereich der G-Junioren, da wir davon ausgehen können, dass dort in den nächsten Spielzeiten die neuen Wettbewerbsformen zum Standard und auch zum Pflichtprogramm werden. Und das zu Recht. Ich habe Funino jetzt einige Male erlebt und finde es eine tolle Spielform für die kleinsten Fußballer.“

Mädchenfußball: „Wir haben vor einigen Tagen die Zusage bekommen, einen Mädchenfußballtag im Kreis zu veranstalten, werden zeitnah eine entsprechende Projektgruppe einberufen und einen oder mehrere Orte und Vereine auswählen, die diesen Tag des Mädchenfußballs im Werra-Meißner-Kreis mitgestalten wollen.“

Mehr Kooperation: „Wir werden unsere Bemühungen intensivieren und erste Gespräche mit Schulen, Kindergärten und Vereinen initiieren. Hier werden wir an geeigneter Stelle mit euch in den Dialog gehen und gemeinsam diesen Masterplan-Punkt bearbeiten. Ohne dieses Miteinander/Füreinander wird es an dieser Stelle auch nicht gehen. Mir ist wichtig, dass wir Jugendfußball nur im gemeinsamen Austausch weiterentwickeln können. Wir werden neue moderne Formate des Austausches brauchen, die wir mit großer Neugier und Offenheit einführen wollen.“

Faires Miteinander: „In den vergangenen Jahren als Vereinsvorstand, Jugendleiter und Schiedsrichter habe ich einige Sportplätze, Sporthallen und Spiele besuchen dürfen. Ich spüre dort immer wieder die große Freude am Fußball und am gemeinsamen Spiel. Leider spüre ich auch eine wachsende Leistungsorientierung bis hin zu überzogenem Ehrgeiz einiger Spieler, Trainer und Eltern, die einen sportlichen Wettbewerb oftmals schon in ein ungesundes Gegeneinander wandeln, was dann in respektlosen und würdelosen Verhaltensweisen mündet. Diese Situationen entsprechen nicht meinen Werten vom fairen und respektvollen Umgang miteinander und diese Entwicklung werde ich nicht nur im Auge behalten, sondern mich an den richtigen Stellen offen dazu äußern.“ (mhz)

Zur Person

Tim Jeanrond (38) hat nach dem Abitur in Sontra in Gießen studiert. Nach seinem BWL-Studium führte sein Weg wieder zurück nach Sontra, wo er bis heute mit seiner Frau lebt. Die ersten Jahre seiner beruflichen Laufbahn arbeitete er im kaufmännischen Bereich. Seit 2021 ist er selbstständig und bietet Coachings für persönliche und berufliche Weiterentwicklung an. Er übte bereits bis 2017 ein Vorstandsamt beim TV Sontra aus, ehe er bei der SG Sontra bis 2021 das Amt des Vorsitzenden bekleidete. In seiner Freizeit fährt er Fahrrad, joggt, ist als Schiedsrichter aktiv oder widmet sich mit seiner Frau den Vogelvolieren im Kleingartenverein. 

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