Fußball-Hessenliga: A-Junioren des KSV Hessen besiegen den OSC Vellmar nach 0:2-Rückstand

4:2 - Junglöwen zeigen Moral

Kopfballduell im Derby: Janik Kalb (hinten rechts) vom KSV Hessen setzt sich im Luftkampf gegen Vellmars Eray Ecevit durch. Im Vordergrund beobachten OSC-Spieler Jannik Persch (Nummer 5) und Anil Dönmez die Szene. Foto: Koch

Kassel. Verschiedener können zwei Halbzeiten eines Fußballspiels kaum sein. Im Hessenliga-Derby zwischen den A-Junioren des KSV Hessen Kassel und des OSC Vellmar regierten 45 Minuten lang die Gäste und führten mit 2:0, nach dem Wechsel übernahmen die Junglöwen das Kommando und siegten noch mit 4:2.

Reichlich konfus, ohne Ordnung und Initiative präsentierten sich die Platzherren im ersten Durchgang. Zudem spielten sie mit zahlreichen individuellen Patzern den Vellmarern in die Karten. Diese schienen nach dem Trainerwechsel, Rafal Klajnszmit kam vor einer Woche für Hardi Weckwert, gut eingestellt und äußerst entschlossen, wichtige Punkte im Abstiegskampf zu erobern. Bald wurden sie für ihr Engagement belohnt. Eray Ecevits Weitschuss landete an der Latte, und Andi Schweigert köpfte unbedrängt ein (15.). Ähnlich desorientiert präsentierten sich die Löwen vor dem 0:2 bei einem Freistoß, den der Vellmarer Oliver Scherer verwandelte (36.). Einziges Manko des OSC: Drei vergebene aussichtsreiche Konter-Situationen.

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein völlig anderes Bild. Die Junglöwen stürmten mit Druck und Elan, während die zuvor niedrige Fehlerquote der Gäste deutlich anstieg. „Nach den letzten unglücklichen Niederlagen mussten wir zunächst unser Selbstvertrauen wiederfinden und uns freispielen“, hakte KSV-Trainer Marc Sittig die verschlafene erste Hälfte ab und freute sich über die absolute Dominanz seines Teams in der zweiten Halbzeit.

Mike Knipping mit einem abgefälschten Freistoß (56.), Boris Wiedemer mit zwei Kunstschüssen (60., 72.) und Steven Scharf nach einem präzisen Konter (82.) wandelten die Überlegenheit in Tore um. Vom OSC war nichts mehr zu sehen. „Die Kräfte waren weg und damit die Taktik und die Ordnung“, erklärte Rafal Klajnszmit den Einbruch, „fast immer kamen wir in Eins-gegen-eins-Situationen zu spät.“

KSV: Grujo - Preuß, Kalb, Knipping, Suslik - Scharf (89. Mannewitz), Murawski, Ogrodnik, Wiedemer - Dönmez, Pierog (85. Prinz). OSC: Kneuer - Siebert (78. Zukorlic), Gunkel, Persch, Scherer - Gül, Schwechel - Schweigert (65. Müller), Ecevit, Wenzel (78. Fredrich) - Krug. SR: Rhodgess (Willingen). Zuschauer: 120.

Tore: 0:1 Schweigert (15.), 0:2 Scherer (36.), 1:2 Knipping (56.), 2:2, 3:2 Wiedemer (60., 72.), 4:2 Scharf (82.).

Neuauflage am Mittwoch

Bereits am Mittwoch hat der OSC die Chance zur Revanche. In Vellmar findet das schon mehrfach ausgefallene Derby im Regionalpokal statt. Um 18.30 Uhr ist auf der Sportanlage an der Brückenstraße Anpfiff, der Sieger spielt im Halbfinale gegen den KSV Baunatal. (sa)

Von Wolfgang Bauscher

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