Handball-Regionalliga: Stimmen zum Südniedersachsenderby

Der Kampf stimmte

Kim Schneider

hann. münden. Geknickt und enttäuscht, aber auch vorsichtig optimistisch zeigten sich nach der Derby-Niederlage die Mündener Zuschauer.

Hans Reuter war durchgeschwitzter als mancher Spieler, da er stets 60 Minuten lang intensiv mitfiebert: „Die ersten 15 Minuten waren doch gut. Ich weiß nicht, warum danach der Spielfaden riss? Plötzlich war die Bewegung ohne Ball nicht mehr da, und die Rückwärtsbewegung wurde schlecht.“ Außerdem hätten alle Mündener Spieler viel zu viele individuelle Fehler gemacht.

„Das war heute „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“, am Ende haben dann leider die schlechten Zeiten überwogen“, konstatierte der Mündener TG-Fan Frank Farmakis. Gut sei, dass die Mannschaft gekämpft habe, schlecht, dass sie in der Schlussphase zu schnell abschloss. „So langsam wird es eng mit dem zehnten Tabellenplatz“, schaut Farnakis nicht ohne Sorge nach vorne.

C-Jugendtrainerin Janine Petrich kann die taktische Ausrichtung nicht nachvollziehen: „Als Andrej Doktoro-vych verletzt fehlte, hat die Mannschaft gut gespielt. Jetzt lastet wieder die ganze Verantwortung auf dem „Doktor“, obwohl der noch nicht hundertprozentig wieder fit ist. Das hat sich in den letzten Spielminuten gezeigt. Ich würde ihn auf gar keinen Fall 40 Minuten lang durchspielen lassen. Er braucht einfach früher eine Pause“. Für Petrich war am Samstag das Mannschaftsspiel bei der TG nicht ausgeprägt genug.

C-Jugendspieler Maximilian Löhrer, seit drei Serien als „Wischer“ mit zuständig für einen trockenen Hallenboden, fand die spielerische Leistung der Gastgeber besser als die des Tabellenzweiten, dessen kämpferischer Leistung er allerdings Respekt zollte. „Zum Schluss hatten wir einfach auch ein bisschen Pech. Einen Punkt hätte die Mannschaft schon verdient gehabt“.

Nach vorne schaut Kim Schneider: „Die Leistung von heute lässt hoffen“, befand die Lebensgefährtin Philipp Jungermanns,. Die aktive Handballerin hatte am Samstag eine „leidenschaftlich kämpfende“ TG ausgemacht; das stimme sie positiv für die kommenden Spiele. Bester Mündener sei am Samstag Christian Gumula mit 15 parierten Würfen gewesen.

Wenn Detlev Schenkemeyer für den Live-Ticker des niedersächsischen Internet-Handballportales „Zweite Welle“ mit einem TG-Spiel auf Sendung war, hatte die TG bisher noch immer gewonnen. Diesmal riss die Serie. Der Berichterstatter war von beiden Offensivreihen enttäuscht: „Die Abwehrreihen haben das Spiel bestimmt!“ Obwohl „Münden sich nie aufgab“, habe es das Pech gehabt, in dem Moment, als es dran war, durch zwei drei unglückliche Schiedsrichterentscheidungen gegen sie zurückgeworfen zu werden. „Ein Unentschieden hätte ich schon als gerecht empfunden. Allerdings“, gab der neutrale Beobachter zu bedenken, „gegen ein Duderstadt in Bestbesetzung hätte diese TG sogar mit fünf, sechs Toren verloren.“ (zai) alle Fotos: Mai Der Spielbericht steht auf unserer Südniedersachsensportseite.

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