Boxen: Weltmeister verteidigt den Titel freiwillig am 21. November in der TUI-Arena in Hannover

Abraham: Murray ist gut, ich bin besser

Posieren vor ihrer Kampfstätte: Die Boxer Arthur Abraham (links) und Martin Murray in Hannover. Foto: dpa

Hannover. Bei einer freiwilligen Titelverteidigung kann sich der Weltmeister den Gegner aussuchen. Box-Champion Arthur Abraham wählte kein Fallobst. Der Engländer Martin Murray will auch Weltmeister werden.

Arthur Abraham hat sich für seine freiwillige Titelverteidigung einen harten Brocken ausgesucht. Der WBO-Weltmeister im Super-Mittelgewicht boxt am 21. November in Hannover gegen den Engländer Martin Murray. Der starke Brite, der 32 seiner 35 Kämpfe gewann, gilt auf der Insel als der Mann, der sich weigert, zu verlieren. „Wer sagt, dass er stark ist? Er ist ein guter Boxer, aber ich bin der Stärkste. Fertig“, sagte Abraham am Mittwoch beim ersten verbalen Schlagabtausch in Hannover.

Umstrittenes Unentschieden

Abraham, im Anzug und ohne Krawatte, wirkte ebenso stark wie Murray, ohne Anzug und mit Krawatte. „Ich habe meine Chancen immer im Ausland bekommen. Diesmal bin ich bereit, Weltmeister zu werden“, sagte Murray. Im Dezember 2011 musste er sich mit einem umstrittenen Unentschieden gegen Felix Sturm zufriedengeben. Das wurmt ihn und seinen Box-Stall noch immer.

„Es war ein großer Fehler von Abrahams Management, diesem Kampf in Hannover zuzustimmen. Sie werden den Titel verlieren. Es wird einen großen Kampf geben, der vorzeitig enden wird“, tönte Murrays Manager Eddie Hearn. „Träumen darf jeder. Ich werde ihn im Ring für diese Worte bestrafen“, konterte Abraham.

Sieger trotz Kieferbruchs

Der 35 Jahre alte Champion bereitet sich derzeit unter Anleitung von Co-Trainer Georg Bramowski auf den WM-Kampf vor. Cheftrainer Ulli Wegner ist nach einem Achillessehnenriss außer Gefecht gesetzt. Er lobte per Telefonschaltung den Trainingsfleiß des Weltmeisters: „Arthur haut sich voll rein.“

Abraham hatte zuletzt am 18. Juli den Magdeburger Robert Stieglitz - trotz eines angebrochenen Kiefers - vorzeitig besiegt. Die Nachwirkungen sind noch immer zu spüren. „Es muss noch ein Zahn geschliffen werden, und dann brauchen wir einen neuen Zahnschutz. Es muss aber weiter geboxt werden“, sagte Abraham. (dpa)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.