Zur Belohnung gab es Burger: Janne Haubold ist Deutscher Karate-Meister

Ludwigsburg/Northeim. Der zwölfjährige Northeimer Janne Haubold hat es geschafft: In der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm ist er in Ludwigsburg Deutscher Meister im Karate geworden. Im Finale schlug er seinen Gegner Niclas Eckstein im freien Kampf (Kumite) mit 3:1 Punkten

Zu den ersten Gratulanten in Northeim zählte Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser, der extra zum ersten Training nach dem Titelkampf kam, um ihm die Glückwünsche der Stadt zu überbringen: „Eine tolle Leistung“, lobte er.

Janne Haubold, der für den von seinem Vater Mark Haubold geführten Verein Funakoshi Karate Northeim startet, gewann den ersten richtig großen Titel seiner noch jungen Karriere ausgerechnet gegen ein Mitglied des Karate-Teams KSC Puderbach aus Rheinland-Pfalz. „Das war die Revanche“, sagt Janne grinsend. Denn gegen Justin Müller von eben diesem Verein hatte er im vergangenen Jahr in der Gewichtsklasse bis 43 Kilogramm noch das Nachsehen und musste sich damals noch mit dem deutschen Vize-Titel zufrieden geben.

Mächtig aufgeregt war der Schüler der siebten Klasse des Northeimer Gymnasiums Corvinianum vor den Titelkämpfen, die schon am Abend vorher mit dem Wiegen begannen. „Danach habe ich noch einmal richtig reingehauen und eine Pizza gegessen“, erzählt er. Am nächsten Morgen war er dann bereits früh in der Halle, um die Kämpfe seiner Vereinskameraden Maxim Schaaf und David Ilic zu sehen, die allerdings in der zweiten und dritten Runde ausschieden.

Nach dem Warmmachen wurde es dann auch für Janne Haubold ernst. Er gewann einen Kampf nach dem anderen. Schließlich kam als fünfter das Finale. „Wir wollten schnell in Führung gehen.“ Mit diesem Plan ging Janne in das Duell. Und das klappte. Der Northeimer führte rasch mit 2:0 Punkten. Allerdings schaffte Niclas Eckstein den Anschluss. Doch Janne bewies Nervenstärke und landete seinerseits den Siegpunkt zum 3:1 in dem auf 90 Sekunden befristeten Finale.

Der Jubel war riesig. Allerdings blieb nicht viel Zeit, denn Janne und seine Familie wollten noch am selben Abend den 400 Kilometer langen Rückweg nach Northeim antreten. Doch um einen Stopp kam die Familie Haubold dennoch nicht herum. „Wenn wir von einem Wettkampf kommen, müssen wir immer Station beim goldenen M machen“, verrät Papa Haubold lachend. (zhp)

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