Internationaler deutscher Meister im Mittelgewicht

Nach technischem K.o.: Boxer Jassmann verteidigt Titel in Wolfhagen

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Die Entscheidung: Paata Varduashvili wird von Ringrichter Jürgen Langos angezählt. Der Georgier gab in der sechsten Runde auf. Mario Jassmann hatte ihn niedergekämpft und seinen Titel als Internationaler deutscher Meister im Mittelgewicht verteidigt.

Nächster Erfolg für Profiboxer Mario Jassmann: Der 30-Jährige aus Korbach verteidigte in Wolfhagen seinen Titel als Internationaler deutscher Meister im Mittelgewicht nach technischem K.o.

Profiboxer Mario Jassmann hat seinen Titel als Internationaler deutscher Meister im Mittelgewicht verteidigt. Der 30-Jährige kam am Samstagabend in der Wolfhager Stadthalle nach ausgeglichenem Beginn gegen den Georgier Paata Varduashvili zu einem technischen K.o.-Sieg in der sechsten Runde.

Für den Korbacher war es der 16. Sieg im 16. Profikampf und seine zweite erfolgreiche Titelverteidigung. Sein 37 Jahre alter Herausforderer musste die 17. Niederlage im 53. Profikampf einstecken.

„Ich bin total zufrieden und glücklich“, sagte Jassmann, zeigte aber auch Respekt vor der Leistung seines Gegners: „Es war beeindruckend, wie mein Gegenüber gekämpft hat.“ Der Korbacher hatte sich von Varduashvili in den ersten drei Runden in die Nahdistanz drängen lassen und kassierte einige Aufwärtshaken. Dann löste sich Jassmann mehr und mehr aus der Umklammerung und ergriff die Initiative. „Ich habe das Tempo erhöht und den Gegner mehr unter Druck gesetzt“, erklärte Jassmann. „Meine Taktik ist voll aufgegangen.“ Er landete immer mehr Körpertreffer. Seine Schläge waren sehr präzise.

In der fünften Runde wurde der Georgier zum ersten Mal von Ringrichter Jürgen Langos aus Bad Soden angezählt. Jassmanns Herausforderer wehrte sich anschließend nach Kräften, musste aber immer wieder heftige Treffer einstecken. Varduashvili war schwer angeschlagen.

Nachdem der Georgier in der sechsten Runde gleich zweimal angezählt worden war , gab er auf. Der Boxabend in Wolfhagen war vorbei, Jassman riss jubelnd die Fäuste nach oben.

Siegreich: Der Gudensberger Özcan Cetinkaya hatte wenig Mühe mit seinem Gegenüber.

Neun Boxkämpfe insgesamt

Weniger Mühe hatte Özcan Cetinkaya, der sich im Vorkampf (Schwergewicht) gegen Haris Radmilovic durchsetzte. Der Gudensberger verpasste seinem Kontrahenten in der zweiten Runde einen Leberhaken. Der Bosnier war ziemlich benommen, der Ringrichter brach den Kampf ab.

Insgesamt bekamen die 250 Zuschauer neun Boxkämpfe zu sehen. Auch zwei Frauen stiegen in den Ring (Federgewicht). Die Fans sahen weder Tingeltangel, noch Gebalge und schon gar keinen Zicken-Krieg.

Der Held bei der Hymne: Mario Jassmann mit Vater Reinhard, der die deutsche Fahne in der rechten Hand hält.

Es ging richtig zur Sache zwischen Anja Jankovic und Mariana Sakharov. Schlussendlich war die 18-jährige aus Bosnien/Herzegowina der 13 Jahre älteren nach vier Runden á zwei Minuten unterlegen.

Die Französin, die dem Straßburger Philharmonie-Orchester angehört, fand auch im Ring den richtigen Ton.

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