Frauen des SCW Göttingen für Meisterschaft im Siebener-Rugby qualifiziert / Männer besiegen Kassel klar

Nichts für Chorknaben und -mädels

Göttingen. Kalt pfiff der Wind am vergangenen Samstag über den Uni-Sportplatz am Sprangerweg. Den Rugby-Spielern und Spielerinnen machte dies jedoch wenig aus. Sie sind schon wegen ihrer faszinierenden, aber regel-schwierigen Kontakt-Sportart hart im Nehmen. Rugby – das ist nichts für Chorknaben und Chor-Mädels!

Sie sind ein eigenes, uriges Völkchen - genau wie die Vorbilder in den deutschen Rugby-Hochburgen Hannover (einst) sowie Heidelberg und Pforzheim (jetzt). „Rugby macht einfach Bock“, sagt Rebekka Schütte, die im Frauen-Team des SCW Göttingen mitspielt. In Turnierform trugen im Siebener-Rugby (nur sieben Spielerinnen statt 15) sie jetzt mehrere Gruppenspiele aus, fünf Teams waren auf dem Platz am Institut für Sportwissenschaften vertreten. Die Männer trugen nur eine Partie gegen das Kasseler Team „Rugby Cassel“ aus – und fegten die Nordhessen 73:8 vom Rasen.

Die SCW-Männer, die genau wie die Frauen in universitär geprägten Mannschaften aktiv sind, sind in der Regionalliga Hessen mit dabei, belegen einen sicheren Mittelfeldplatz, „Rugby Cassel“ ist Letzter der sieben Teams. Der SCW dominierte das Match in der ersten Hälfte, legte in den letzten zehn Minuten vor der Pause mehrere Versuche, die fünf Punkte zählen; eine Erhöhung – ein Kick zwischen die beiden Malstangen – bringt zwei Zähler. Den Göttingern um Kapitän Arne Wenzel gelangen elf Versuche, der Käpt’n steuerte neun Erhöhungen bei.

Drei souveräne Siege

Die SCW-Frauen traten mit elf erfahrenen Spielerinnen an und präsentierten sich erneut stark. Die Gruppenspiele erledigten die SCW-Frauen in souveräner Manier: 31:0 gegen die Piraten Hannover, 48:0 gegen Union Bremen, 47:0 gegen RT Münster: Das Finale gegen den FC St. Pauli war perfekt. Nach kurzem Rückstand waren Rebekka Schütte & Co. wieder hellwach. Die gute Sturm-Arbeit in den „Gedrängen“, ein Rugby-Fachbegriff, ebnete den Weg für die gut funktionierenden Spielzüge der Hintermannschaft. Vor allem Johanna Ropertz sicherte im Zusammenspiel mit Kapitänin Rita Spiller mit ihren schnellen Versuchen über die rechte Seite den deutlichen 38:7-Finalsieg.

Damit holte sich der SCW auch den Liga-Sieg in der „Deutschen 7er-Liga Frauen Nord“, ist auch für die deutschen Meisterschaften mit den zwölf besten Teams im Juni qualifiziert. (haz/gsd-nh)

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