Karate-Nationalkader absolviert Lehrgang bei Bundestrainer Mark Haubold

Deutschlands beste Kampfsportler trainieren in Northeim

Lernen von den Besten durfte am Wochenende auch der Northeimer Janne Haubold (links), der mittlerweile im Aufbaukader angekommen ist.
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Lernen von den Besten durfte am Wochenende auch der Northeimer Janne Haubold (links), der mittlerweile im Aufbaukader angekommen ist.

Karate-Bundestrainer Thomas Nitschmann aus Duisburg ist optimistisch, dass die Olympischen Sommerspiele in Japan in diesem Jahr auch tatsächlich stattfinden können.

Northeim - Das sagte der 50-Jährige am vergangenen Wochenende bei einem Lehrgang für den Nationalkader der Frauen und Männer, der in den Räumen des Vereins Funakoshi Northeim an der Mauerstraße stattgefunden hat. Nitschmann hatte diesen gemeinsam mit Gastgeber Mark Haubold, der zudem sein Assistenztrainer ist, ausgerichtet. Das Duo war zu aktiven Zeiten gemeinsam Vize-Weltmeister in der Mannschaft geworden.

Zu dem Lehrgang hatten die Bundestrainer 26 Frauen und 13 Männer eingeladen - selbstverständlich unter strikter Beachtung aller Corona-Auflagen einschließlich regelmäßiger Tests. „Während der gesamten Zeit stand uns als Ansprechpartner der Northeimer Allgemein-Mediziners Markus Schwarz zur Verfügung“, sagt Mark Haubold, der auch Vorsitzender des Vereins Funakoshi Northeim ist.

Die Hoffnung, dass Olympia vom 23. Juli bis zum 8. August in Tokio tatsächlich Realität wird und Karate dann erstmals auf dieser riesigen Bühne stattfinden kann, fußt für Bundestrainer Thomas Nitschmann vor allem auf zwei Dingen:

- die Zahl der Impfungen wird Fahrt aufnehmen

- das Organisationstalent der Japaner

„Wir haben gute Hygieneauflagen und die Japaner können sehr gut organisieren. Das sagt man uns Deutschen zwar auch nach, aber die legen noch einmal eine Schippe drauf“, sagt der Bundestrainer.

Zu den großen Talenten in Deutschland gehört auch der Northeimer Janne Haubold aus dem niedersächsischen Landeskader, der sich auf nationaler Ebene mittlerweile bis in den Aufbaukader vorgekämpft hat und am Wochenende gemeinsam mit den besten Kampfsportlern der Republik trainieren durfte. Bundestrainer Nitschmann sagte über den am 18. April 18 Jahre alt werdenden Athleten: „Dank seiner exzellenten Leistung ist Janne auf einem sehr guten Weg. Und mit seinem Vater Mark als Trainer hat er einen ehemaligen Weltmeister an seiner Seite und zudem super Trainingsmöglichkeiten.“

Für Japan reicht es für den Lokalmatadoren natürlich noch nicht, aber in drei Jahren gibt es mit Olympia in Paris die nächste Chance. Jetzt hat für Janne Haubold erstmal der Gang in die Leistungsklasse der Erwachsenen oberste Priorität, wenn im Mai die Deutschen Meisterschaften anstehen. „Das wird wieder ein richtiger Sprung“, sagt Vater und Trainer Mark Haubold.

Einen Vorgeschmack darauf gab es beim Kadertraining. Denn mit dabei war dort auch Jonathan Horne aus Kaiserslautern. Der 22-Jährige ist 2018 Weltmeister geworden und gilt bei Olympia in der Gewichtsklasse über 84 Kilo als einer der heißen Medaillenkandidaten. Und wer weiß: Vielleicht wird er, der sich jetzt in Northeim vorbereitet hat, im Sommer der erste Deutsche, der eine olympische Medaille im Karate um den Hals gehängt bekommt. (Hans-Peter Niesen)

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