Hillmann bei Veteranentreffen der Faustkämpfer

Profi Blin trifft den blonden Hans

Veteranentreffen: Die früheren Boxer Jürgen Blin (links) und Hans Hillmann feierten jetzt in ihrer Heimatstadt Hamburg ein Wiedersehen. Foto:  bf / gge

Hamburg/Korbach. Der Kampf am 26. Dezember 1971 hat ihn berühmt gemacht: Profiboxer Jürgen Blin trifft in Zürich auf Muhammad Ali. Der deutsche Schwergewichtler unterliegt zwar dem „Größten“ durch Knockout in der siebten Runde...

...Doch das Duell mit dem schwarzen Amerikaner ist ihm bis heute als „Adrenalin pur“ in Erinnerung geblieben. Jetzt traf der frühere Box-Europameister in Hamburg mit dem Korbacher Hans Hillmann zusammen.

Der blonde Hans (75), inzwischen in Ehren ergraut, stammt wie Blin (72, gelernter Schlachtermeister) aus Hamburg. Und dort, in der Hansestadt, findet jedes Jahr eine Art Veteranentreffen des Boxsports statt. Die altgedienten Faustkämpfer tauschen Erinnerungen aus früheren Zeiten aus.

Kampf seines Lebens

Natürlich auch über Weihnachten 1971. Blin macht den Kampf seines Lebens. Und das, obwohl er bereits für tot erklärt worden war. Und zwar am 20. Januar 2007, wie die „Welt“ in einem früheren Artikel berichtet. Da passiert dem ARD-Moderator Waldemar Hartmann vor dem WM-Kampf zwischen Walujew und McCline die peinliche Panne: Der Jürgen Blin habe ja leider Selbstmord begangen und sei gestorben, sagt „Waldi“ sinngemäß. Dazu Blin: „Ich bin fast vom Hocker gefallen.“

Stoff für Legenden hat der Hamburger noch mehr zu erzählen. Der Schwergewichtler boxte als Amateur mit Hans Hillmann beim HBC Heros Hamburg. Mitte der 1960er Jahre trennten sich ihre Wege. Hillmann, inzwischen Trainer, bringt mit seinem Job als Kreissportbeauftragter das Boxen nach Waldeck-Frankenberg und führt Korbach zur Deutschen Vizemeisterschaft. Blin wird Profi und feiert 1972 den Gewinn der Europameisterschaft.

Die beiden alten Kameraden hatten sich jetzt im Sportlerheim des SV Polizei am Hamburger Sternschanzenpark natürlich einiges zu erzählen... (gge)

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