Die 16-jährige Alina Schimpf holt den zweiten Platz bei den Karate-Europameisterschaften in Limassol

Mit Silber zurück nach Northeim

northeim. Gerade ist die 16 Jahre alte Karate-Kämpferin Alina Schimpf (Funakoshi Northeim) als Vize-Europameisterin aus Limassol/Zypern zurückgekehrt, da hat sie schon das nächste Ziel im Visier: „Jetzt möchte ich Deutsche Meisterin werden.“

Die Schülerin des Northeimer Gymnasiums Corvinianum hat auf Zypern den bislang größten Erfolg ihrer Sportlerehrung im freien Kampf – Kumite – errungen. Dort unterlag sie nach drei Siegen im spannenden Finale der Estin Anna Sokk mit 0:4. Damit war der Gewinn der Silbermedaille bei den Junioren U 18 in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm perfekt.

„Ich war schon unglücklich, dass ich nicht den EM-Titel gewonnen habe, zumal die Kampfrichter einen Fußtritt für Anna Sokk gewertet haben, obwohl meine Hand dazwischen war“, berichtet die junge Frau mit dem großen Kämpferherzen freimütig. Dann überwog aber doch die Freude über den tollen Erfolg bei der Europameisterschaft, nachdem sie bei ihrer ersten EM-Teilnahme im zweiten Kampf ausgeschieden war.

Schule wieder im Vordergrund

Dem großen Turnier auf Zypern ging eine harte Phase voraus, bei der sie auch von ihrer Schule unterstützt wurde. So erhielt die Schülerin zum Teil schulfrei, um sich vorbereiten zu können. „In der Zeit habe ich jeden Tag trainiert, und die letzten Tage vor dem Abflug haben wir uns mit der Nationalmannschaft in Duisburg getroffen.“

In ihrem Heimatverein Funakoshi Northeim wird die Athletin, die am 20. Juni 17 Jahre alt wird, vom Senioren-Karate-Weltmeister von 1998, Mark Haubold, trainiert. Im Nationalkader betreut sie Thomas Nietschmann. „Er war sehr zufrieden und hat gesagt, ich soll so weitermachen“, erzählt Schimpf.

Trainer, Teamkameraden und ihre Eltern, die ebenfalls nach Zypern geflogen waren, standen bei den Kämpfen wie eine Wand hinter ihr. „Es war wunderschön, wie sie mich angefeuert und sich mit mir gefreut haben, als ich in das Finale kam“, sagt sie.

Das spricht für den Zusammenhalt des deutschen Teams, das von der EM insgesamt mit einer Goldmedaille, zwei Silbermedaillen und viermal Bronze zurückgekehrt ist. Gekämpft wurde in den Altersklassen Jugend, Junioren und U 21. Die Northeimerin schaffte es dabei als einzige deutsche Teilnehmerin aus Niedersachsen auf die Medaillenränge.

In den kommenden Wochen und Monaten steht für Schimpf aber wieder die Schule im Vordergrund, schließlich will sie in eineinhalb Jahren ihr Abitur machen. Was danach kommt, weiß sie noch nicht. Fest steht jedoch, dass sie ihrem Sport treu bleiben wird: „Karate macht mir einfach Spaß.“ Und da gibt es ja das nächste große Ziel: Die Deutschen Meisterschaften im Juni in Erfurt.

Von Hans-Peter Niesen

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