Kickboxer des KSV Baunatal nimmt an der Amateurweltmeisterschaft in Alicante teil

Für den Titel nach Spanien

Vorbereitung: In der Baunataler Max-Riegel-Halle trainiert Jonas Klug (links) im Vorfeld der Weltmeisterschaft bis zu sechs Mal in der Woche mit seinem Trainer Marek Kopetz (Hintergrund). Rechts: Michael Gobin, der als Sparringspartner mit zur WM kommt. Foto:  Bülau

Baunatal. Die Vorfreude ist bei Jonas Klug in den vergangenen Wochen von Tag zu Tag gestiegen. „Mit dem Wiegen heute kommt dann auch die Aufregung dazu“, sagt der 23-Jährige. Der Göttinger Student ist Kickboxer des KSV Baunatal. Bei der heute beginnenden Amateurweltmeisterschaft in Alicante (Spanien) geht Klug mit an den Start.

Mit sieben Jahren bekam der geborene Ziegenhainer von seinen Eltern einen Karateanzug zu Weihnachten geschenkt – der Beginn seiner Kampfsportkarriere. „Meine Eltern wollten, dass ich Sport mache, und ich habe alles durchprobiert. Dann hatte ich den Anzug, und bin ich zum Training nach Borken gegangen. Bei meinem ersten Kickbox-Wettkampf war ich dann zehn Jahre alt“, erzählt derStudent der Wirtschaftsinformatik.

Seit er 13 Jahre alt ist, arbeitet Klug mit Trainer Marek Kopetz vom KSV Baunatal zusammen. Dabei sah vor sechs Jahren alles so aus, als würde der 23-Jährige die Handschuhe an den Nagel hängen: „2005 war ich bei der ersten Weltmeisterschaft in der Jugendklasse in Kanada. Danach habe ich mich fünf Jahre voll auf den Sport konzentriert und bin 2009 in der Jugendklasse bis 70 Kilogramm in der Disziplin Leichtkontakt Weltmeister geworden.“ Nach diesem Erfolg standen bei Klug aber Schule, Abitur, und Studium im Mittelpunkt, und er trat fünf Jahre bei keinem Wettkampf an.

Mit dem Umzug im vergangenen Jahr nach Göttingen kam aber auch die Lust auf Wettkämpfe zurück. „Ich habe Bekannte von früher, die jetzt im TV zu sehen sind“, erzählt Klug. Das motivierte ihn. Er gewann drei Turniere und wurde Deutscher Meister im Voll- und Leichtkontakt. Über diese Erfolge holte er sich das Ticket für die WM in Spanien.

Und auch da will er sich nicht mit dem olympischen Motto zufriedengeben: „Ich denke, ich habe gute Chancen“, sagt Klug. „Bei der Deutschen Meisterschaft hatte ich harte Gegner, und es ist gut gelaufen. Es ist aber auch immer ein bisschen Glück dabei und kommt auf die Schiedsrichter an.“ Damit es mit dem Titel klappt, speckte er in der Vorbereitung vier Kilogramm ab und trainierte bis zu sechs Mal in der Woche. „Wenn der Gong geht, bin ich voll da“, ist der Kickboxer überzeugt.

Von Maximilian Bülau

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.