Interview mit Spielausschuss-Vorsitzendem Klaus Henkel

Fußballkreis Göttingen-Osterode vor dem Auftakt

Klaus Henkel Kreis-Spielausschuss-Vorsitzender Göttingen-Osterode
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Hofft, dass die neue Saison komplett über die Bühne geht: Kreis-Spielausschuss-Vorsitzender Klaus Henkel.

Nach intensiver Vorbereitung beginnen die Fußballvereine des Kreises Göttingen-Osterode am kommenden Wochenende ihre Pflichtspiele. Im Vorfeld haben wir mit dem Kreis-Spielausschuss-Vorsitzenden Klaus Henkel aus Bad Lauterberg gesprochen.

Herr Henkel, was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie an die bevorstehende, ganz besondere Saison denken?

Klaus Henkel: Wir haben angefangen, mit Covid 19 zu leben und auch den Fußballsport danach auszurichten. Ein ungutes Gefühl beschleicht einen natürlich, wenn die Fallzahlen steigen oder – wie nun beim TSV Landolfshausen geschehen – ganze mannschaften schon vor dem Saisonstart in Quarantäne gehen müssen. Insgesamt wird die Umsetzung der Hygienekonzepte für viele Vereine eine Herausforderung.

Probleme gibt es für die Vereine ja vor allem, wenn Zuschauer auf die Plätze gelassen werden. Welche Vorgaben sind da aktuell?

Henkel: In Niedersachsen sind bis zu 500 Zuschauer zugelassen. Ab einer Zahl von mehr als 50 müssen alle Besucher registriert werden und sie müssen Sitzplätze einnehmen. In diesem Punkt haben die Aufrufe der Vereine gewirkt, damit Sitzgelegenheiten mitgebracht werden. Das kann – je nach Witterung – auch ein Sitzkissen sein.

Warum ist das mit den Sitzplätzen sinnvoll?

Henkel: Bei sitzenden Personen können die Vereine leichter auf das Einhalten des Mindestabstands von 1, 50 m achten.

Wie waren denn die Rückmeldungen der Vereine in Bezug auf die Vorgaben der Politik?

Henkel: Ich habe sehr ausgetüftelte Hygienekonzepte vorgelegt bekommen, die wirklich beeindruckend waren. Auf der anderen Seite gab es aber auch Überlegungen einzelner Vereine, gar keine Zuschauer zuzulassen. Letztlich hat aber kein Verein vor den Auflagen kapituliert. Schließlich will ja auch niemand auf die Einnahmen verzichten; gerade in Zeiten, in denen es bei den Zuschauern einen gewissen Nachholbedarf festzustellen gibt.

Wie groß ist Ihre Hoffnung, dass die Saison durchgezogen werden kann?

Henkel: Ich hoffe das natürlich sehr und glaube auch, dass wir mit der Einrichtung der geteilten Spielklassen gute Chancen haben. Selbst wenn wir mal zwei, drei Wochen pausieren müssten, hätten wir genügend Puffer im Spielplan und das sogar ohne Englische Wochen. Im absoluten Notfall müsste die Kreisliga auf ihre geplanten Auf- und Abstiegsrunden im Frühjahr verzichten. Das haben wir auch so in den Durchführungsbestimmungen festgehalten.

Wie ist das Vorgehen, wenn es bei Vereinen einen Corona-Verdachtsfall gibt. Wird die gesamte Mannschaft dann für zwei Wochen vom Spielbetrieb ausgeschlossen?

Henkel: Nein, es gibt keinen Automatismus, aber wir appellieren an alle Vereine in puncto Gesundheit der Spieler hellwach zu sein. Wir wollen das von Fall zu Fall entscheiden. Zunächst muss der betroffene Verein den Staffelleiter und den nächsten Gegner informieren. Beide Klubs sollen dann einen Nachholtermin festlegen. Eine Infektion ist gegenüber dem Fußballkreis mit Attesten nachzuweisen; gerade jetzt, in der anstehenden Erkältungszeit ist das wichtig. Denn es dürfen keine Spiele verlegt werden, nur weil beispielsweise Spieler mit einer Grippe ausfallen.

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