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Kassel Marathon: Michael Aufenanger über die Lage vor dem Start

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Von: Martin Scholz

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Unterwegs im Stadtzentrum: In diesem Jahr kehren die Marathonläufer auf die Doppelrunde zurück, damit sie die Stimmung in der Kasseler Innenstadt genießen können. Unser Bild entstand 2014 auf der Elfbuchenstraße.
Unterwegs im Stadtzentrum: In diesem Jahr kehren die Marathonläufer auf die Doppelrunde zurück, damit sie die Stimmung in der Kasseler Innenstadt genießen können. Unser Bild entstand 2014 auf der Elfbuchenstraße. © pia malmus

Es ist wieder soweit. Nach zwei Jahren Pause kehrt am übernächsten Wochenende der Marathon zurück auf Kassels Straßen. Fast ein Jahr nach dem Tod von Winfried Aufenanger hat dessen Sohn Michael zusammen mit seiner Familie und etlichen Helfern die Organisation der Großveranstaltung übernommen. Wir sprachen mit ihm über den aktuellen Stand der Vorbereitung.

Bald fallen die ersten Startschüsse zum Kasseler Marathon. Der erste ohne Ihren Vater. Was bedeutet das?

Er ist nicht nur menschlich ein großer Verlust für uns. Es gibt viele Details, die für ihn Routine waren und die wir uns hart erarbeiten mussten. Dazu kommt der emotionale Punkt, den jeder kennt, der nahe Angehörige verloren hat. Das gilt nicht nur für mich und meine Familie, sondern zu spüren war das auch bei unserem letzten Sponsorenabend. Der Marathon ist einfach untrennbar mit Winfried Aufenanger verbunden.

Welche Unterstützung haben Sie? Welche Rolle spielt Ihre Familie?

Unsere gesamte Familie, meine Frau, meine Töchter und natürlich meine Mutter spielen eine große Rolle. Der Marathon ist für uns alle Verpflichtung und Überzeugung. Meine Töchter sind mit dieser Veranstaltung groß geworden, und alle bei uns waren sich immer einig: der Marathon in Kassel darf nicht sterben.

Es ist der erste Lauf ohne Titelsponsor. Ist das schwierig?

Das ist natürlich ein finanzieller Einschnitt. Aber wir haben dadurch auch neue Freiräume bekommen. Natürlich hoffen wir alle darauf, dass wir im kommenden Jahr wieder mit einem Titelsponsor antreten können.

Wo liegen die Anmeldezahlen im Moment, und welche Rückmeldungen bekommen Sie von den Läufern und Läuferinnen?

Wir liegen jetzt bei 3400. Die meisten Menschen sind vor allem froh, dass die Veranstaltung überhaupt wieder stattfindet. Dennoch stellen wir fest, dass sich viele während der Corona-Zeit häuslich eingerichtet haben. Es geht jetzt darum, die Menschen wieder auf die Straße zu bringen. Wer nicht mitlaufen kann oder will, ist herzlich eingeladen, uns ehrenamtlich zu unterstützen. Wir brauchen dringend Helfer.

Wie ist die Lage rund um den Mini-Marathon und den Bambinilauf?

Der Mini-Marathon war immer unsere teilnehmerstärkste Veranstaltung und hat für uns traditionell eine besondere Bedeutung. Durch das späte Ferienende rechnen wir hier noch mit etlichen Anmeldungen durch die Schulen.

Die Strecke wird auf der Langdistanz wieder zu einer Doppelrunde. Was versprechen Sie sich davon?

Mehr Stimmung durch die Zuschauer, die komprimierter in der Innenstadt zusammenstehen.

Beim Kasseler Lauf waren auch immer afrikanische Spitzenläufer am Start. Wie sieht das in diesem Jahr aus?

Wir zahlen dieses Mal keine Reisekosten und auch keine Antrittsgebühren. Afrikanische Läufer sind natürlich trotzdem willkommen. Wie in der Vergangenheit halten wir aber an Siegprämien und Prämien für deutsche Starter fest, wenn diese bestimmte Zeiten laufen.

Gibt es einen Marathon 2023?

Das ist das erklärte Ziel. Wir haben bereits viele positive Rückmeldungen, aber wir hoffen darauf, noch weitere Partner ins Boot zu holen.

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