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Kassel Marathon 2022: Kenianer Ereng und Tuitoek gewinnen den Marathon – Ring bester Deutscher

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Von: Martin Scholz

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Mercy Jeptoo Tuitoek
Beste Frau: Mercy Jeptoo Tuitoek aus Kenia. © Andreas Fischer

Am liebsten würde sie wiederkommen. Mercy Jeptoo Tuitoek lief als erste Frau über die Ziellinie. Nach 2:37:36 Stunden stand die 30-jährige Kenianerin als Siegerin des 16. Kassel Marathons fest.

Der Lauf in Nordhessen war erst ihr zweiter Marathon überhaupt, und eigentlich hatte sie vorgehabt, unter 2:30 Stunden zu laufen. Dass daraus nun nichts wurde, war letztendlich kein Problem, denn die Siegprämie und ein kleiner Zeitbonus dürften immerhin ein kleiner Lohn für die Strapazen auf der 42,195 Kilometer langen Strecke gewesen sein.

Tuitoek gehörte zu den wenigen Afrikanern, die am Sonntag den Weg nach Nordhessen gefunden hatten, weil im diesen Jahr erstmals die Anreise nicht finanziert wurde. Die potenziellen Siegläufer mussten daher in Sachen Visa-Gebühren und Flugkosten in Vorleistung gehen.

Patrick Ereng
Auf der Ziellinie: Der Kenianer Patrick Ereng lief als Marathonsieger über die Ziellinie. © Andreas Fischer

Das galt auch für den Sieger der Männer, der ebenfalls auch Kenia angereist war. Patrick Ereng hatte sich rund fünf Kilometer vor dem Ziel von seinem Landsmann Olenkanae Lenkai abgesetzt und den Lauf in 2:19:59 Stunden gewonnen. In Kassel war Ereng schon einmal als Zweiter über die Ziellinie gelaufen. „Eigentlich hatten wir uns mehr ausgerechnet, da die Temperaturen ideal waren und es auch kaum Niederschlag gab“, sagte Erengs Manager Alexander Hempel, der mit seinem Athleten aus Frankfurt angereist war.

Einer für den die Zielzeit nicht von ganz so großer Bedeutung war, freute sich am Sonntag besonders. Tom Ring vom Laufteam Kassel hatte bei seinem dritten Marathon überraschend den Sprung aufs Podest geschafft. Der 34-Jährige hatte dabei noch rund zehn Kilometer vor dem Ziel den Äthiopier Kidus Gebremeskel Abay abgefangen und seinen Laufteam-Kollegen Pascal Fischer in Schach gehalten, der am Ende Vierter nach 2:35:19 Stunden wurde. Ring sicherte sich den dritten Platz mit 2:31:16 Stunden.

Tom Ring
Bester Deutscher: Tom Ring vom Laufteam Kassel. © Andreas Fischer

Bereits zu Beginn der Doppelrunde durch Kassel hatte sich diese Gruppe recht schnell vom Rest des Feldes abgesetzt. Noch deutlicher fiel die Entscheidung bereits auf den ersten Kilometern, wo die spätere Siegerin Tuitoek zusammen mit der Äthiopierin Chaltu Fikadu Marame schnell uneinholbar davongezogen war. Deutlich wurde das auch durch den großen Zeitunterschied zur Drittplatzierten aus Kassel – Mona Grewe kam nach 3:22:17 Stunden ins Ziel im Auestadion, wurde dort aber vom heimischen Publikum in gebührender Lautstärke in Empfang genommen.

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Von Martin Scholz

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