1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Kassel Marathon

Kassel Marathon Top 5: Laufanfänger, Inklusionshelden und viele freiwillige Helfer dabei

Erstellt:

Kommentare

Unterwegs auf der Strecke: Ex-Marathonläufer Ralf Salzmann und Charlotte Aufenanger.
Unterwegs auf der Strecke: Ex-Marathonläufer Ralf Salzmann und Charlotte Aufenanger. © martin scholz

Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Kassel Marathons. Nicht nur die vielen Läufer standen im Mittelpunkt, auch drumherum waren zahlreiche Menschen an dem Großereignis beteiligt – unter anderem für Organisation und Verpflegung. Wir haben uns umgeschaut und unsere Top fünf der Veranstaltung festgehalten.

1. Die Inklusionshelden

Die zwei großen Heliumballons mit dem Superman-Logo fielen schon von Weitem ins Auge. Sie gehörten zu vier Männern, die nach 21 Kilometern im Ziel ankamen – einer von ihnen mit Rollator. Tobias Rieger leidet an der Nerven- und Muskelkrankheit Zerebralparese. Der 35-Jährige ist Auszubildender im Berufsbildungswerk Nordhessen und als sein Lehrer Marcel Krug ihn gefragt hat, ob er beim Halbmarathon mitlaufen will, war er sofort dabei. „Um zu zeigen, dass jemand mit meiner Einschränkung zu so etwas fähig ist“, sagt er. Die Superman-Ballons gebühren dem 35-Jährigen, „weil er supercool ist“, sagt Laufpartner Jan Stielow. Das Ziel der Aktion: „Menschen mit Beeinträchtigungen müssen viel sichtbarer werden“, sagt Krug.

Siegertyp: Michael Küppers.
Siegertyp: Michael Küppers. © elisa Aufenanger/nh

2. Der Presse-Walker

Marathon und Halbmarathon hat er schon hinter sich. Dieses Mal beschränkte sich Michael Küppers auf das Nordic Walking am Samstag – und siegte. Nach 49:50 Minuten kam der 64-Jährige nach dem Walk durch die Buga ins Ziel. Dort gab es dann die Winfried-Aufenanger-Medaille. Für Küppers hat sie eine ganz besondere Bedeutung: Das Porträt auf der Medaille entstand nach der Vorlage eines Fotos, dass der Presse-Chef des Kassel Marathons vor einigen Jahren selbst gemacht hat. Beim Power-Walking siegte übrigens Küppers Vereinskollege Lothar Schneider.

3. Im Führungsfahrzeug

Sie waren ganz vorn mit dabei: Ralf Salzmann und Charlotte Aufenanger. Der Ex-Marathonläufer wäre früher zu Fuß deutlich vorn gewesen. Dieses Mal behielt der 67-Jährige Kasseler den Überblick über die Führungsgruppe aus dem Auto heraus. Und er arbeitete auch gleich mal den Aufenanger-Nachwuchs ein. Neben dem Olympia-Teilnehmer saß die 13-jährige Charlotte im Führungsfahrzeug und bekam die ersten Tipps in Sachen Zeitmessung.

Erfrischung: Helfer-Team an der Strecke.
Erfrischung: Helfer-Team an der Strecke. © malmus

4. Die helfenden Hände

Ohne sie geht gar nichts. Gleich mehrere freiwillige Helfer versorgten die Läufer an der Strecke und nach dem Zieleinlauf im Auestadion mit Obst und Getränken. Darunter auch das Team von Schöner Walken um Hannelore Degen, Thomas Köttig und Horst Metz. „Wir kommen früh und gehen als letztes“, sagt Metz und grinst. Der 82-Jährige war zum vierten Mal beim Kassel Marathon dabei, sorgte am Sonntag unter anderem im Auestadion dafür, dass stets genügend Wasser und isotonische Getränke bereitstanden. „Jeder, der durstig war, konnte bei uns vorbeikommen, dann haben wir ihn versorgt“, sagt Metz, der nur ein paar Meter von einem weiteren Verpflegungsstand im Einsatz war. Dort gab’s jede Menge Obst für die Teilnehmer. 935 Kilogramm Bananen und 880 Kilogramm Äpfel wurden insgesamt ausgegeben.

Gemeinsam Richtung Ziel: Tobias Rieger wird auf der Kasseler Elfbuchenstraße von Marcel Krug geschoben.
Gemeinsam Richtung Ziel: Tobias Rieger wird auf der Kasseler Elfbuchenstraße von Marcel Krug geschoben. © pia malmus

5. Schneller Anfänger

Er ist eigentlich viel lieber auf dem Rad unterwegs, statt in seinen Tretern über den Asphalt zu rennen. Andreas Höfer aus Spiekershausen hat sich im Juli zum ersten Mal Laufschuhe zugelegt und direkt beim Halbmarathon mitgemacht. Der 31-Jährige: „Das war mal eine neue Herausforderung“. Und die hat er mit Bravour gemeistert, benötigte für die rund 21 Kilometer nur knapp 90 Minuten. „Die Ausdauer habe ich vom Radfahren“, sagt er. Zur Belohnung gab’s dann erstmal ein Bier.

Alle Infos, aktuellen Artikel und Bilder gibt es in unserem Marathon-Themen-Spezial

Auch interessant

Kommentare