Die Kirchditmolder gewinnen in Willingen und kehren in die Verbandsliga zurück

2:1 - VfL Kassel ist am Ziel

Immer einen Tick schneller: Yasin Bingül vom VfL (rechts) lässt den Willinger Karsten Trachte nicht enteilen. Foto: Kaliske

Willingen. Was dem VfL Kassel als Absteiger kaum jemand zugetraut hatte, wurde wahr. Die Mannschaft von Trainer Michael Drube gewann auch ihr drittes und letztes Relegationsspiel beim SC Willingen mit 2:1 (2:0) und gehört in der kommenden Saison wieder der Fußball-Verbandsliga Nord an.

Von Beginn dominierte der Gast mit seinen technischen Fähigkeiten. Die Kasseler ließen den Ball geschickt laufen und kamen zur Führung. Nach einer Standardsituation bekam die Willinger Abwehr den Ball nicht weg und Ivan Aleksic bedankte sich aus acht Metern Entferung (10).

Jetzt wachte Willingen auf und agierte beherzter nach vorn. Nur vier Minuten nach der Gästeführung hatte Karsten Trachte die Chance zum Ausgleich, er scheiterte allerdings mit seinem Kopfball.

Ansonsten versuchten die Willinger ihr Glück aus der zweiten Reihe. Die gutgestaffelte VfL-Abwehr, die in der Relegation bis dahin nur ein Tor kassiert hatte, stand um den umsichtigen Libero Tobias Probandt aber bravourös. Das Spiel nahm an Härte zu. Selbst am Mittelkreis gab es harte Fouls.

Zu einem glücklichen Zeitpunkt unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff fiel dann das 2:0 für den VfL. Eine Ecke wurde von Engelhardt per Faust noch bereinigt, doch im Nachsetzten war Alibrahim Semoski am schnellsten am Ball und brachte das Leder im Willinger Tor unter (45.).

Nach der Pause zogen sich die Kirchditmolder etwas zurück und lauerten auf Konter. Willingen erhielt mehr Raum im Spiel nach vorn und kam zu vereinzelten Strafraumszenen.

Der Anschlusstreffer von Jan-Hendrik Vogel, dessen abgefälschter 20-Meter-Schuss für den kaum beschäftigten Sebastian Finke unhaltbar unter der Latte einschlug (84.), kam letztlich zu spät, obwohl zwei Minuten später beinahe noch der Ausgleich gelungen wäre. Karsten Trachtes Schuss krachte an den Pfosten.

„Alle drei Aufstiegsspiele wurden zu Recht gewonnen, weil wir ein Team und derzeit schwer zu schlagen sind. Wir haben souverän gespielt und kaum etwas zugelassen“, kommentierte Michael Drube den großen Erfolg.

• Willingen: Engelhardt - Feistner, M. Trachte, Tesfu, Schmidt (46. Butterweck)Vogel, Ulrich, Keindl, K. Trachte, Akgüvercin, Kesper (63. Hoffmann).

VfL Kassel: Finke - Probandt - Sunait Semoski, Bingül - Berger, Akkaya, Alibrahim Semoski, Peter, Kunze (75. Krauss) - Demirel (84. Fissmann), Aleksic (84. Hollmann)

Schiedsrichter: Klein (Erksdorf). Zuschauer: 200.

Tore: 0:1 Aleksic (10.), 0:2 A. Semoski, 1:2 Vogel (84.).

Von Peter Pfeiffer

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