Debüt in Zahlen

Kasseler Basketball-Talent Marie Reichert spielt seit einem Jahr in den USA

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Im Dress der Lady Monarchs: Marie Reichert.

Im vergangenen Sommer ging das große Kasseler Basketball-Talent Marie Reichert in die USA – sie erhielt ein Sportstipendium an der Old-Dominion-Universität (ODU) in Norfolk/Virginia. Jetzt wurde die Saison im Zuge der Corona-Pandemie abgebrochen. Wir schauen auf ihr erstes Jahr in den USA zurück.

Da die Uni auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde, ist Reichert in ihre nordhessische Heimat gereist und setzt ihr Studium vorläufig am heimischen PC fort. Es lohnt ein Blick auf ihr erstes Spieljahr für die Lady Monarchs in der First Division, der zweithöchsten Klasse der USA. Ein Debüt in Zahlen.

2 Positionen übernahm Reichert im ODU-Frauenteam. Neben ihrer angestammten Rolle als Center, mit der sie es in Deutschland bis in die Nachwuchs-Nationalmannschaften geschafft hat, durfte sie auch als Flügelspielerin erste Erfahrungen sammeln.

9 Übungseinheiten musste Reichert pro Woche in der Vorbereitung auf ihre erste Saison absolvieren. Das bedeutete: Sie hatte während einer Trainingswoche nur einen Tag frei. Als im November die Spiele dazu kamen, wurde die Intensität bei den Lady Monarchs, wie das Uni-Team heißt, naturgemäß etwas zurückgeschraubt.

33 ist der Platz, auf dem Norfolk nach dem vorzeitigen Abschluss dieser Serie geführt wird. Insgesamt 351 Unis stellen Teams in der First Division. Eigentlich wäre es für die Lady Monarchs, die die Hauptrunde auf Rang zwei beendet hatten, mit einem Conference-Turnier der besten zehn Teams weitergegangen.

143 Punkte verbuchte die 18-Jährige in dieser Saison. Bei 30 Spielen ergibt sich ein Schnitt von knapp fünf Zählern pro Begegnung. „Ich bin mit meiner Ausbeute sehr zufrieden“, sagt Reichert. Besonders stolz sein kann sie auf ihre Blockarbeit. Insgesamt 39 Würfe des Gegners blockte Reichert ab. Allein im Auftaktspiel gegen die Campbell-Universität aus Buies Creek/North Carolina wehrte sie fünf Bälle ab.

1979 Kilometer sind es von Norfolk bis nach El Paso/Texas. Mit einer Chartermaschine sind Reichert und ihre Mitstreiterinnen zum Auswärtsspiel in der Stadt am Rio Grande geflogen. Es war die weiteste Reise für Reichert und ihre Mannschaft. Damit sich der Trip in den Bundesstaat Texas lohnt, bestritten die Talente aus Norfolk mit Abstand von 48 Stunden auch noch eine Partie in San Antonio. „Der Spielplan ist so angelegt, dass die Teams immer zweimal auswärts und zweimal zu Hause ran müssen, einmal donnerstags, einmal samstags“, erklärt die Kasselerin.

2732 Zuschauer verfolgten das Heimspiel der Lady Monarchs am 13. Februar gegen Rice aus Houston. Sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. 66:59 gewannen Reichert und ihre Teamkolleginnen nach Verlängerung. Für die Gäste aus Texas war es die erste Niederlage nach zuvor 30 Siegen.

10 000 Euro und mehr können die Kosten für ein Jahr an einer Universität in den Vereinigten Staaten betragen. Da Marie Reichert ein Stipendium erhalten hat, ist sie von diesen Gebühren ausgenommen.

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