Jetzt geht es erstmal um die Beinarbeit

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Mit Distanz und Mundschutz: Trainer Daniel von der Ahé vom Fechtclub Kassel mit Nachwuchsfechter Jasper Mackensen. 

Fechtclub Kassel trainiert mit Masken und in kleinen Gruppen

Sie sind wieder da. Im Erdgeschoss der Kasseler Könistorhalle haben die Fechter des Fechtclubs Kassel den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. „Im Moment sind unsere Trainingsgruppen auf acht Teilnehmer beschränkt“, erläutert Fechtmeister Daniel von der Ahé das Hygienekonzept des Vereins, der nach den Hallenöffnungen in Hessen endlich wieder seine Mitglieder zum Training bitten kann.

„Uns haben die Einschränkungen auch deshalb hart getroffen, weil wir doch ohnehin immer Masken tragen. Da hatten einige wohl darauf gehofft, trotzdem ihrem Sport nachgehen zu können“, sagt Fechtclub-Präsident Marcel Ansorge. Der 38-Jährige hat früher selbst gefochten und freut sich jetzt darüber, dass vor allem der Nachwuchs wieder sportlich aktiv sein kann.

In der Fechthalle des Kasseler Vereins stehen dabei allerding im Moment vorrangig die Beinarbeit und Schrittfolgen auf dem Programm. „Dabei tragen wir den Mundschutz, der sonst auch in der Öffentlichkeit vorgeschrieben ist“, sagt Trainer von der Ahé. Auf die herkömmliche Fechtmaske und den Körperkontakt bei anderen Trainingsformen mit der Waffe wird im Moment noch verzichtet. Freie Gefechte oder wettkampfähnliche Situationen sind bei den Kasseler Fechtern ausgeklammert, und bereits das herkömmliche Aufwärmtraining findet mit Maske statt.

„Man muss ja auch noch Luft kriegen, was mit zwei Masken nicht so einfach möglich wäre“, sagt der 55-jährige von der Ahé. Insgesamt bestünde noch etwas Unsicherheit, wie genau es in der Zukunft weitergehen könne, aber selbst der eingeschränkte Trainingsbetrieb ohne starke körperliche Beanspruchung werde in dem 1993 gegründeten Verein mit seinen 130 Mitglieder sehr positiv aufgenommen.

Das gilt auch für den elfjährigen Jasper Mackensen und seinen Trainingspartner Arseny Tatarov. Beide mussten sich mehr als zwei Monate zu Hause mit Youtube-Übungen fit halten und genießen jetzt das erneute Zusammensein mit ihren Fecht-Freunden. „Es macht einfach zusammen mit anderen mehr Spaß. Die Maske geht dabei in Ordnung“, sagt der neunjährige Tatarov.

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