30-Jähriger verletzt

Kasseler Läufer Jens Nerkamp: „Ich will mir Zeit nehmen, um gesund zu werden“

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Hofft auf Besserung: Jens Nerkamp. 

Es hätte schlimmer kommen können. Der Kasseler Läufer Jens Nerkamp hat sich einen Kahnbeinbruch zugezogen – genau in der Zeit, in der ohnehin keine Wettkämpfe stattfinden. „Eine Verletzung ist natürlich immer ärgerlich, aber viele andere Läufer, die jetzt topfit sind und in der Freiluftsaison auf neue Bestzeiten und Siege gehofft haben, sind schon deutlich schlechter dran“, sagt der 30-Jährige, der für das Laufteam Kassel startet.

Nerkamp, der bereits auf Starts im Nationaltrikot zurückblicken kann, war im vergangenen September als bester Deutscher eine neue Bestzeit (2:14:54 Stunden) beim Berliner Marathon gelaufen. „Nach zwei Trainingslagern in Portugal und einem Halbmarathon in Barcelona im Januar und Februar wurde mir allerdings immer klarer, dass etwas mit meinem rechten Fuß nicht stimmt“, sagt der Kasseler Germanistik-Student. Was genau, stand bald nach einem MRT-Termin fest: das Kahnbein im rechten Fuß hatte den Belastungen seit dem vergangenen Sommer nicht standgehalten.

„Der Ermüdungsbruch verursachte keine Schwellungen. Manchmal hatte ich nur das Gefühl wie bei einem Schuh, den man zu fest zugebunden hat“, sagt Nerkamp, der jetzt die Belastungen für den Fuß auf Null zurückfahren musste und auf Krücken und eine Orthese angewiesen ist. „Zum Glück unterstützen mich Bekannte und meine Freundin beim Einkaufen. Manchmal denke ich noch daran, dass ich im Frühjahr eine Top-Basis für anstehende Wettkämpfe gelegt habe“, sagt Nerkamp, der noch nicht die Hoffnung aufgegeben hat, vielleicht noch die Olympia-Norm von 2:11:30 Stunden zu knacken. Da die Olympischen Spiele auf 2021 verlegt sind, besteht diese Chance weiterhin.

„Ich will mir Zeit nehmen, um wieder richtig gesund zu werden“, sagt er. Bis dahin will Nerkamp sich wieder mehr um sein Germanistikstudium kümmern.

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