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Nachspielzeit: Katar, Comeback und kein Kälteschock

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HZ-Sportredakteur Sascha Herrmann
Sascha Herrmann © Nadine Meier-Maaz

Zwei Monate. Die bekommen wir doch auch noch rum. Dann beginnt sie endlich: die beste Fußball-WM aller Zeiten. In Katar. Olé, olé, das wird ein Fest.

Die beiden letzten Gruppenspiele der Nations League gegen Ungarn am gestrigen Abend sowie am Montag in England betrachtet Bundestrainer Hansi Flick als Generalproben für die WM. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, liebe Leser? Für mich sind die Nationalmannschaft und diese WM in Zeiten von gefühlter Dauer-Pandemie, Krieg in Europa und einige Krisen beinahe so weit entfernt wie Katar von einer Fußballnation.

Hauchdünn an einer Überraschung vorbeigeschrammt ist Handball-Drittligist GSV Eintracht Baunatal am vergangenen Spieltag. Vor 400 Handballfans verloren die Nordhessen das erste Heimspiel gegen Zweitliga-Absteiger EHV Aue trotz deutlicher Halbzeitführung mit 31:32.

Weil Baunatals Rückraumschütze Phil Räbiger an diesem Wochenende noch einmal verletzungsbedingt fehlen könnte, steht eventuell ein dritter Einsatz des Hersfelders Paul Gbur auf dem Programm. „Ich werde mal beim Trainer nachfragen, ob ich noch gebraucht werde“, sagt der reaktivierte 36-Jährige. Fynn Reinhardt zeigte in der Abwehr eine solide Partie im Mittelblock und traf zweimal, seinem Bruder Lasse gelang ein Treffer. Beide kennt man noch gut aus ihrer Zeit beim TV Hersfeld.

Bleiben wir unterm Hallendach. Stichwort Energiekrise. Dazu haben Land- und Sportkreis in dieser Woche erfreuliche Nachrichten verkündet. Alle kreiseigenen Sporthallen bleiben geöffnet, die Raumtemperatur wird zwar gedrosselt, nicht aber die Warmwasseraufbereitung. Das gilt auch für die kommunalen Sportanlagen. Es ist ein richtiges und wichtiges Signal an die Vereine und deren Sportler. Längst nicht in allen Landkreisen wird so gehandelt. Wie gut, dass der Sport sowohl auf Landratsebene als auch für die meisten Bürgermeister der 20 Städte und Gemeinden des Kreises eine bedeutende Rolle spielt.

Von drinnen geht’s nach draußen – zum Fußball. Mit einer witzigen Aktion machen die Spielerfrauen des Gruppenligisten SV Hofbieber derzeit auf sich aufmerksam. „Jeden Sonntag dieselbe Scheiße“ steht auf ihren roten Shirts, die sie bei den Spielern ihrer Männer tragen. Damit sind nicht etwa deren sportliche Leistungen gemeint. Vielmehr präsentieren sie in Hofbieber auf humorvolle Art und Weise Teamgeist und Zusammenhalt des Klubs.

Übrigens: Am kommenden Wochenende können die Mädels aus Hofbieber ihre Shirts gleich doppelt tragen. Nicht nur in der Gruppenliga ist für Samstag und Montag ein Doppelspieltag anberaumt. Runde Sache: So müssen sich die Fußballer und deren Anhang gar nicht erst etwas vornehmen für das lange Wochenende inklusive Feiertag. Und wir von der Sportredaktion auch nicht. Großer Sport, diese umsichtige Spielplangestaltung. So wird’s gemacht.

Schönes Wochenende

(Sascha Herrmann)

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