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„Keine lässt die anderen im Stich“ - Petra Körner vom ETSV im Interview

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Von: Maurice Morth

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Zuversichtlich, dass es mit dem Verbleib in der Tischtennis-Hessenliga auch in diesem Jahr klappen kann: Petra Körner vom Eschweger TSV.
Zuversichtlich, dass es mit dem Verbleib in der Tischtennis-Hessenliga auch in diesem Jahr klappen kann: Petra Körner vom Eschweger TSV. ARCHI © Marvin Heinz

Kommendes Wochenende startet für die Frauen des Eschweger TSV die Rückrunde in der Tischtennis-Hessenliga. Wir sprachen vorab mit Spielführerin Petra Körner über den Abstiegskampf.

Eschwege – Elf Spieltage sind in der Tischtennis-Hessenliga der Frauen bereits gespielt, für die Frauen des Eschweger TSV, ihres Zeichens das in der höchsten Spielklasse agierende Team aus dem Werra-Meißner-Kreis, steht die Rückrunde kurz bevor.

Mit Spielführerin Petra Körner sprachen wir vorab über die bisherige Spielzeit, die kommende Rückrunde und wieso die Vierer-Konstellation aus Petra Körner, Ramona Hoßbach, Ilona Wirth und Katja Schäfer noch längst nicht ans Aufhören denkt.

Petra, wie bewertest du persönlich eure Hinrunde? Mit 5:13 Punkten belegt ihr derzeit den Abstiegsrelegationsplatz.

Wir wussten, dass wir keine Bäume ausreißen können. Von daher müssen wir mit dem zufrieden sein, wie es gelaufen ist. Wichtig ist vor allen, dass wir Punkte auf dem Konto haben und gegen die Abstiegskonkurrenten vom TTC Richelsdorf und TSV Ihringshausen, mit denen wir uns auf Augenhöhe sehen, gepunktet haben.

Gab es für dich ein Highlight in der Hinserie?

Schön war sicherlich der unerwartete 6:2-Sieg gegen den Tabellenführer TTC Salmünster II, der mit einem Ersatzteam nach Eschwege angereist war. Diese zwei Punkte taten uns gut, zumal wir andere Spiele hatten, zum Beispiel gegen Büdingen-Lorbach (1:5) und Rennertehausen (3:6), bei denen mehr drin gewesen wäre. Das hat sich damit ein bisschen ausgeglichen. Klar ist aber auch, dass uns das in der Rückrunde gegen Salmünster kaum noch einmal gelingen wird.

Für wie groß hältst du die Chance, dass es mit dem Verbleib in der Hessenliga ein weiteres Jahr klappt?

Viel mehr Punkte werden wir in der Rückrunde wohl nicht holen, aber ganz wichtig sind eben die Rückspiele gegen Richelsdorf und Ihringshausen. Wenn wir schaffen, zu punkten, dann schauen wir einfach einmal, was geht. Wer weiß, ob die Abstiegsrelegation überhaupt gespielt wird? Das weiß man im Frauentischtennis eben nie.

Eure Viererkonstellation aus Ramona Hoßbach, Ilona Wirth, Katja Schäfer und dir ist seit Jahrzehnten eingeschworen. Was zeichnet euch aus?

Ramona kam im Jahr 1999 dazu, wir anderen spielen sogar noch länger zusammen. Wir verstehen uns blind, können uns aufeinander verlassen. Selbst wenn wir mal nicht so Lust haben zu spielen, keine lässt die anderen im Stich, da kommt keine kurzfristige Absage. Und wenn wir dann am Tisch stehen, dann kämpfen wir auch und geben alles. Das zeichnet uns schon über all die Jahre aus.

Ans Aufhören habt ihr also noch keinen Gedanken verschwendet?

Wir wollen die 25 Jahre, die wir zusammen dann in der kommenden Saison spielen würden, definitiv voll machen – egal ob in der Hessenliga oder Verbandsliga. Ilona wird 70, die anderen gehen dann auf die 60 zu, aber wir kämpfen uns weiter durch.

Sind nach so einer langen Zeit mittlerweile eigentlich längst auch Freundschaften neben dem Sport entstanden?

Wir feiern zusammen, unternehmen auch so ab und an was, wenn es eben passt. An der Planung für die Mannschaftsfahrt zum 25-Jährigen sind wir auch schon dran.

Zum Abschluss noch ein Blick auf kommenden Samstag, dann geht es zu Hause gegen die TTG Morschen-Heina (15 Uhr). Wie geht’s aus?

Beim 0:6 in der Vorrunde haben wir gesehen, dass da nicht viel geht. Sie ragen mit Salmünster und Rodheim in der Hessenliga schon deutlich heraus. Für uns kommt es in der Liga, die ein bisschen eine Drei-Klassen-Gesellschaft ist, auch immer auf die Tagesform an. Dann können wir auch so starke Teams wie Büdingen-Lorbach (4.) und Rennertehausen (5.) kitzeln. (Maurice Morth)

Zur Person

Petra Körner (56) ist die Spielführerin der Hessenliga-Damenmannschaft des Eschweger TSV und darüber hinaus auch seit 1995 die Abteilungsleiterin Tischtennis des ETSV. Die Tochter des ETSV-Urgesteins Willi Ernesti spielt seit gut 45 Jahren beim Kreisstadtteam, erstmals hielt sie mit sieben Jahren den Schläger in der Hand. Körner arbeitet als Bankkauffrau und lebt in der Gemeinde Berkatal. 

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