Interview: TVH-Handballer Sven Wiegel über das Topspiel, Selbstvertrauen und Ziele

„Kenne meine Grenzen“

Linkshänder: Sven Wiegel spielt beim TV Hersfeld auf der Rechtsaußen-Position. Foto: Eyert/Ar

Bad hersfeld. Der TV Hersfeld bestreitet morgen um 17 Uhr das Spitzenspiel der Handball-Landesliga beim punktgleichen Tabellenzweiten Melsungen II. Wir haben mit dem jungen Rechtsaußen Sven Wiegel gesprochen.

Sven Wiegel, Sie haben am Samstag beim Sieg gegen Eschwege elf Treffer für den TV Hersfeld erzielt. Das ist eine stolze Zahl...

Sven Wiegel: Ja, das klingt schon gut. Es waren aber auch vier Siebenmeter dabei. So viele Tore habe ich zuletzt mal in einem Jugendspiel gemacht.

Siebenmeter ist ein gutes Stichwort. Sie gehören in dieser Saison neben Marco Kemmerzell und Lars Keller zu den Strafwurf-Spezialisten des TVH. Ein gutes Gefühl?

Wiegel: Auf alle Fälle. Das hat sich im Training so herausgestellt. Es gibt natürlich Selbstvertrauen, wenn der Trainer einem das Vertrauen schenkt.

Für den TVH läuft es gut – für Sie persönlich auch. Was sind die Gründe?

Wiegel: Der Trainer hat viele neue Impulse gegeben und die Mannschaft weiterentwickelt. Dragos Negovan setzt auf eine gute Abwehr. Wenn das funktioniert – so wie bei uns – und man dann mit Kai Hüter noch einen Super-Torwart hat, profitieren natürlich auch die Außenspieler bei Tempogegenstößen. Das macht sich jetzt bezahlt.

Noch einmal: Sie persönlich haben einen großen Sprung nach vorn gemacht...

Wiegel: Schön zu hören. Der Trainer spricht halt viel mit den jungen Spielern und hilft uns ungemein. Das gibt Selbstvertrauen. Und dann bringt man auch leichter Leistung.

Nach Absteiger Eschwege wartet jetzt das Spitzenspiel beim Tabellendritten Melsungen II. Was rechnen Sie sich aus?

Wiegel: Wir haben noch was gutzumachen aus der Hinrunde. Da hätten wir Melsungen schon schlagen können. Sie hängen zurzeit ein bisschen durch, wir haben dagegen einen Lauf. Wir fahren dorthin, um zu gewinnen.

Um dann vielleicht doch noch Meister zu werden?

Wiegel: Wir schauen von Spiel zu Spiel. SVH Kassel hat die beste Ausgangsposition und trifft im letzten Spiel auf Melsungen. Mal sehen, was da passiert – und was am Ende für uns herausspringt.

Haben Sie sich schon Gedanken über die nächste Saison gemacht?

Wiegel: Ich will weiter beim TVH spielen, wenn sich das mit dem Studium vereinbaren lässt. Der Verein will das auch so wie es aussieht. Ich spiele gern in der Geistalhalle, weil da immer etwas los ist und Emotionen im Spiel sind.

Haben Sie sich Ziele gesetzt, was sie im Handball noch erreichen wollen?

Wiegel: Früher hab ich immer gesagt, ich will mal Landesliga spielen. Das habe ich geschafft. Nach dem Abstecher in die Oberliga weiß ich aber wo meine und auch unsere Grenzen als Team sind.

Letzte Frage: Wenn Sven Wiegel nicht Handball spielt, macht er – was?

Wiegel: Ich habe wieder angefangen Fußball zu spielen. Ich helfe manchmal bei der FSG Werratal aus, wenn es die Zeit zulässt. Der Sport bestimmt meine Freizeit. Für etwas anderes bleibt kaum Zeit.

Von Sascha Herrmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.