BASKETBALL

Knackpunkt: Titans vier Minuten ohne Korb

Auf dem Hosenboden gelandet: Basketballer Janos Bubula (rechts)  von den  TV Hersfeld Titans.
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Auf dem Hosenboden gelandet: Die Basketballer der TV Hersfeld Titans haben nach zwei Siegen in Folge am Wochenende bei ACT Kassel IV wieder einmal verloren. Auf unserem Archivfoto kämpft Janos Bubula (rechts) sogar im Sitzen um den Ball.

Nach zwei Siegen in Folge ist die Mini-Serie gerissen: Die TV Hersfeld Titans haben ihre zweite Saisonniederlage kassiert. Im Bezirksligaspiel bei der ACT Kassel IV mussten sich die Hersfelder Basketballer geschlagen geben. Sie unterlagen 59:66 (34:33).

Kassel - Dabei lief die Partie in der ersten Halbzeit für die Hersfelder eigentlich recht vielversprechend: Beide Teams lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und der Spielstand war stets ausgeglichen. Nach dem ersten Viertel führten die Titans 18:16 und zur Halbzeitpause lagen sie mit einem Zähler vorn.

Besonders die Defensivarbeit war es, die Alai Barite im Nachhinein lobte: „Wir haben das gesamte Spiel über eine gute Verteidigung gezeigt und dadurch auch etliche Defensivrebounds geholt. Obwohl wir ohne echten Center auskommen mussten, haben wir das unter den Körben richtig gut gemacht.“ Schon im Vorfeld hatte der Titans-Trainer die Defensive als Schlüssel zum Erfolg gesehen - und ein solcher wäre auch fast gelungen, hätte es nicht zwei entscheidende andere Faktoren gegeben.

Zum einen eine Schwächephase seiner Mannschaft unmittelbar nach dem Seitenwechsel. Innerhalb von vier Minuten trafen die Hersfelder nicht ein einziges Mal den Korb, sodass die Kasseler nach einem 10:0-Lauf plötzlich mit neun Zählern führten. „Wir haben ewig gebraucht, bis wir uns stabilisieren konnten“, erklärte Barite. „Das war ein Knackpunkt. Davon konnten wir uns nicht mehr erholen.“

Faktor Nummer zwei war Kassels starker Aufbauspieler Thomas Wodny, vor dem der Trainer schon im Vorfeld gewarnt hatte. „Es ist so gekommen, wie ich es erwartet hatte“, sagte er. „Wodny hat die gesamte Mannschaft am Leben gehalten, ist Denker und Lenker gewesen und hat immer wieder die Initialzündung gegeben.“

Nachdem die Gastgeber 43:34 in Führung lagen, schwand die Hersfelder Hoffnung auf den Sieg und so schien es in der Folge mehr darum zu gehen, das Spiel vernünftig zu Ende zu bringen. Durch einen 9:0-Lauf in den Schlussminuten sorgten sie letztlich noch für ein wenig Ergebniskosmetik und bewogen ihren Trainer dazu, kein allzu negatives Fazit zu ziehen: Es sei nicht alles rund gelaufen und vor allem bei den Abschlüssen habe man zu viel verlegt - im Prinzip wäre aber auch in Kassel ein Sieg im Bereich des Möglichen gewesen.

TVH: Alkulani 4, Asef 19, Bubula 10, Kaya, Odeh 6, Rasuli, Sahin 6, Zivkovic 14.

Von Kristina Marth

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