Patrick Seyfarth, Kapitän der Mengshäuser Luftgewehrmannschaft, im Interview

Die Kür kommt erst noch

Hat nach der Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga gut lachen: Mengshausens Mannschaftskapitän Patrick Seyfarth. Foto: Wenzel

Mengshausen. Der erste Schritt ist getan. Mit dem Sieg gegen den Wissener SV und trotz einer Niederlage gegen Buer-Bülse haben die Luftgewehrschützen der SGi Mengshausen die Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga West erreicht. Jetzt soll am Sonntag im Relegationswettkampf in Hannover auch der Wiederaufstieg bewerkstelligt werden. „Ich bin optimistisch, dass das klappt“, gibt sich Kapitän Patrick Seyfarth im Interview überzeugt.

Habt Ihr nach dem Titelgewinn noch ordentlich gefeiert?

Patrick Seyfarth: Nicht wirklich, denn der letzte Wettkampftag war ja sozusagen die Pflicht. Die Kür kommt jetzt mit dem Aufstiegskampf in Hannover. Unser Saisonziel ist ja der Wiederaufstieg.

Ausgerechnet im letzten Saisonwettkampf gegen Buer-Bülse hat Mengshausen die ersten Punkte lassen müssen. Was war da los?

Seyfarth: Bei Buer-Bülse hat eine Italienerin an Nummer eins geschossen. Ihr Ergebnis: 399 Ringe – das ist ein Resultat, über das keiner meckern kann. Die haben auch ansonsten sehr gut geschossen, während bei uns Jacky und Tobi (Jaqueline Orth und Tobias Göbel, die Redaktion) nicht an ihren besten Schnitt herangekommen sind.

Waren das die einzigen Gründe?

Seyfarth: Nein, es kam hinzu, dass die Fans in Dortmund nur einen Meter vom Schießstand entfernt sind. Das ist schon wie beim Fußball. Du hast Trommeln und Trillerpfeifen direkt neben dir.

Heißt das, Sie plädieren für einen größeren Abstand zu den Fans?

Seyfarth: Nein, das nicht. Es ist eben nur gewöhnungsbedürftig. Man muss sich darauf einstellen können.

Wie sind die Aussichten für den Aufstiegskampf in Hannover?

Seyfarth: Gut, ich bin optimistisch, dass das klappt. Im letzten Jahr sind wir ja nur durch einen Ring abgestiegen. Das war ein sehr bitteres Ergebnis.

An Position eins hat Mengshausen in dieser Saison stets große Probleme gehabt. Wer wird in Hannover schießen?

Seyfarth: Nazar Louginets, unser Neuzugang, der zuletzt sehr gut war, ist die absolute Nummer eins. Er ist extrem abgeklärt, schießt die höchsten Ringzahlen. Jan Lochbihler, der am ersten Wettkampftag in Niederaula auf dieser Position für uns geschossen hat, hat das Problem, dass er mit der Lautstärke in der Halle nicht zurechtkommt. Nazar kann aber wegen eines anderen Wettkampfes nicht kommen, sodass Zeljko Moicevic für uns in Hannover schießen wird.

Beim Aufstiegskampf werden keine direkten Duelle geschossen, sondern die Ergebnisse werden addiert. Ist das ein Vorteil für Ihr Team?

Seyfarth: In Hannover sind sechs Mannschaften am Start, zwei dürfen aufsteigen. Es werden zwei 40-Schuss-Programme absolviert, eins am Vormittag, eins am Nachmittag. Wir sollten damit gut zurechtkommen.

Wie stark ist die Konkurrenz?

Seyfarth: Kann ich zurzeit schlecht abschätzen. Ich stecke derzeit mitten in der Arbeit und gucke mir deren Resultate erst noch an.

Viel Glück für Hannover...

Seyfarth: Danke, aber ich hoffe stark auf unser Selbstvertrauen.  

Zur Person, Teilnehmer der Relegation

Von Hartmut Wenzel

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