Edermünder Runde: Rennleiter Pfeiffer bei der „Deutschen“ auf Fahrerfang

Die Konkurrenz ist groß

Stemmen die 12. Edermünder Runde gemeinsam: die Sponsorenvertreter (von links) Andreas Schneider (e.ON / Mitte), Matthias Haas (TVM Ingeniergesellschaft Haas), Jochen Trogisch (Hütt Brauerei), Thomas Völker (VR-Bank Chattengau), Horst Gajowski (Architekturbüro Gajowski) , Franz Weiß (Gewerbevereinigung Eder) sowie Rennleiter Ralf Pfeiffer und Edermündes Bürgermeister Karl-Heinz Färber. Foto: Kasiewicz

Edermünde. Das wird ein schwieriges Unterfangen. „Noch schwieriger als sonst“, wie Ralf Pfeiffer erklärt. Gemeint ist die Zusammenstellung des Elitefeldes bei der Edermünder Runde, Nordhessens einzigem Profi-Straßenrennen, das am 4. Juli mit Start und Ziel in Besse seine 12. Auflage feiert.

Der schwerste Fall des Rennleiters ist ausgerechnet der Titelverteidiger. Dirk Müller, der Sieger der letzten drei Rennen, ist mit dem Team Nutrixxion Sparkasse zeitgleich bei der Polen-Rundfahrt am Start. Kokettiert aber damit, am Samstag vor der Edermünder Runde auszusteigen, um bei seinem „Heimrennen“ dabei zu sein. Quasi als Zwischenstation zur Tschechien-Rundfahrt, die am Tag danach beginnt.

„Für mich ist die Edermünder Runde schon ein ganz besonderes Rennen“, sagt der ehemalige Deutsche Straßenmeister. Nun gilt es noch seinen Teamanager Mark Claußmeyer zu erweichen, der sich aber noch ziert, einen seiner besten Rundfahrer für den 4. Juli „frei“ zu geben.

Erlesenes Feld

Das Bochumer Team, hinter dem einzigen Pro-Tour-Team Milram die Nummer zwei in Deutschland, wird aber auf jeden Fall mit einem schlagkräftigen Quartett in Besse vertreten sein. Eins von zwei Kontinentalteams neben Sparta Prag, deren Spitzenfahrer Richard Faltus zu Kreis der Favoriten gehört.

Natürlich noch nicht das Ende der Fahnenstange eines kleinen (ca. 40 Fahrer) aber feinen Feldes, wozu Rennleiter Pfeiffer am nächsten Wochenende zu den Deutschen Straßenmeisterschaften nach Sangerhausen fahren wird. In der Hoffnung, dass ihm dort noch der ein oder andere dicke Fisch ins Netz geht. Dominik Klemme beispielsweise, einziger Pro-Tour-Fahrer (Team Saxobank) bei der der 11. Edermünder Runde, wo er nur Dirk Müller den Vortritt lassen musste. Und nun zu gern den Spieß herumdrehen würde.

Das wiederum ist auch von einem Einsatz des Deutschen Vize-Meisters 2009 bei der am 3. Juli beginnenden Tour de France abhängig. Insgesamt konkurriert die Edermünder Runde mit drei hochkarätigen Rundfahrten und 21 Tagesrennen. „Ein beliebter Termin“, weiß Ralf Pfeiffer. Aber auch um das Jahr für Jahr gestiegene Renommee des eigenen Rennens, ein Tummelplatz für deutsche und internationale Spitzenfahrer.

Die von der heimischen Konkurrenz durchaus erfolgreich herausgefordert werden. Die Lizenz zum Ärgern der Großen hatte in den letzten beiden Jahren als jeweiliger Dritter vor allem der Lohfeldener Axel Hauschke. Und ist in diesem Jahr genauso wieder dabei wie die A-Fahrer Markus Koob (Zweiter von 2005), Jan Deutschmann (Hessenmeister 2009) und Christoph Dargatz (Landesmeister von Sachsen-Anhalt 2009).

Ein Novum in der Geschichte der Edermünder Runde, die 1999 bei Blitz und Donner ihre Feuertaufe feierte, ist das erstmals ausgerichtete internationale Damen-Rennen. „Damit wollen wir die jüngsten Erfolge der Fahrerinnen um Olympia-Vize Hanka Kupfernagel würdigen“, sagt Ralf Pfeiffer. Und: „Die Zuschauer werden überrascht sein, wie das bei den Damen abgeht.“ Kein Vorprogramm für die Männer also, obwohl sie vor ihnen an den Start gehen. • 12. Edermünder Runde: 12 Uhr Senioren-Rennen, 13.15 Uhr Rennen Männer B/C, 15 Uhr Jedermann, 16 Uhr Frauen-Rennen, 17 Uhr Rennen der Elite/A-Klasse.

Von Ralf Ohm

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