Universität Kassel in Dörnhagen

Studentenreitturnier: Neid gibt es nicht

Dankeschön an Chipie: Carolin Kirchner aus Bonn kam am besten mit den fremden Pferden zurecht und freute sich über den Sieg im M-Springen beim Turnier der Studentenreiter. Foto:  Zinn

Dörnhagen. Was haben Olympia-Dressurreiterin Isabell Werth und der Olympia-Vielseitigkeitsreiter Frank Ostholt gemeinsam? Auch sie starteten als Studenten auf Studentenreitturnieren.

Ein Reitturnier dieser besonderen Art richtete am Wochenende die Studentenreitgruppe der Universität Kassel auf dem Reitsportgelände des LRFV Guxhagen-Dörnhagen aus. „Erstmals tragen wir in diesem Jahr auch eine der zwei Qualifikationen zur Deutschen Hochschulmeisterschaft aus“, sagt Julia Speck vom Organisationsteam. Bei der Qualifikation in Köln erreichte die Kasseler Studentengruppe Platz acht.

Dass die Turniere sehr beliebt sind, liegt daran, dass alles ein bisschen anders ist. Nicht nur, dass die Turnierteilnehmer ohne eigenes Pferd anreisen, auch die Stimmung ist äußerst ausgelassen, und den sonst üblichen Konkurrenz-Neid gibt’s nicht. „Geritten wird auf den Pferden, die wir als Veranstalter vor Ort stellen. Das ist sportlich interessanter und für die Pferde besser, da die meisten Studentenreitergruppen eine lange Anreise haben“, so Julia Speck. Der Wettkampf selbst wird in den Disziplinen Dressur und Springen ausgetragen, dem ein K.o.-System zugrunde liegt. Drei Teilnehmer jeder Studentengruppe reiten jeweils in Dressur und Springen das gleiche Pferd, und nur derjenige mit der besten Wertung kommt eine Runde weiter. Gestartet wird auf A-Niveau, und bei jeder weiteren Runde und damit höheren Kategorie bis zur Klasse M wird ein neues Pferd den Reitern zugelost. Fünf Minuten Zeit bekommt jeder Starter, um sich auf das fremde Pferd einzustellen.

Insgesamt versuchten zwölf Mannschaften, die Tickets zur Meisterschaft zu lösen. Unterstützung bekamen sie von den 200 mitgereisten Schlachtenbummlern, die ihre Teams aus den Hochschulen Hannover, Göttingen, Mainz, Ulm, Oldenburg, Bielefeld, Dresden, Bonn, Duisburg-Essen, München, Stuttgart und Tübingen anfeuerten und für Partystimmung sorgten. „Drei, zwei, eins, Mainz“, spornte das Mainzer Team zu Höchstleistungen an. Eine Polonaise auf dem Springplatz? Die Göttinger waren zu allem bereit, ihr Team in Führung zu bringen.

„Bin ich jetzt eine Runde weiter?“ Diese Frage stellte kurze Zeit später die Göttingerin Magdalena Mahrenholtz. Vor lauter Jubelschreien hörte sie nicht die Note für ihren Ritt im L-Parcours. Zwar kam sie nicht ins M-Finale, sorgte jedoch mit ihrem dritten Platz für Platz zwei ihrer Uni.

Das Finale im Schluss-Springen erreichten Carolin Kirchner aus Bonn und Kim Kailing aus Hannover. Hier wartete die von Philipp Pavel aus Fürstenwald bereitgestellte Stute Chipie auf die erste M-Runde, die Kim Kailing fehlerfrei beendete. Gleichfalls ohne Abwurf kam Carolin Kirchner in Siegerzeit durchs Ziel.

Von Irmgard Zinn

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