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Konstanz als Markenzeichen bei Fußball-Gruppenligist SG Aulatal

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Torjubel: Sebastian Schuch herzt Nils Fischer nach einem seiner sechs Treffer.
Torjubel: Sebastian Schuch herzt Nils Fischer nach einem seiner sechs Treffer. © Hartmut Wenzel

Für die SG Aulatal geht ein Jahr mit Höhenflügen, aber auch mit Tiefschlägen in der Fußball-Gruppenliga zu Ende. Trotzdem ist Konstanz das Markenzeichen der Spielgemeinschaft. Das Team wurde im Frühjahr Fünfter und überwintert auf Rang sechs.

Kirchheim/Oberaula – Die Planungen gehen voran. Als einer der ersten Vereine der Liga hat die SG schon drei Wochen vor dem Weihnachtsfest Nägel mit Köpfen gemacht und die Verträge mit dem Trainerteam mit Martin Friedrich, Viktor Kibenko und Michael „Archie“ Schäfer um ein weiteres Jahr verlängert.

Mit der Arbeit der Trainer sei man sehr zufrieden, sagt Max Schuch aus der Führungsriege der SG. „Wir versuchen auch in unsere Personalplanungen für die nächste Serie konstant zu bleiben“, sagt der Oberaulaer. Das war schon bei der Wahl des Trainers im Sommer so gewesen. Mit Friedrich habe die SG einen Mann gefunden, der die Arbeit von Horst Brandner fortführe. „Unser neuer Trainer arbeitet genauso ruhig und sachlich, bleibt im Hintergrund“, sagt Schuch.

Mit dem Vorschlag zur Vertragsverlängerung rannte die SG offene Türen bei Friedrich ein. „Wir waren uns in diesem Punkt schnell einig“, erklärt der Fußballlehrer, der zuvor den Kreisoberligisten Schwarzenborn trainierte. „Denn so ein Team zu trainieren, macht ganz einfach Spaß.“

Mit Friedrich an der Spitze hat Aulatal eine mehr als zufriedenstellende Bilanz erzielt. 29 Punkte aus 17 Spielen – das sind neun Siege bei zwei Unentschieden und sechs Niederlagen. Der Abstand zur Spitze beträgt aber 13 Zähler. Schuch muss kein großer Prophet sein, um festzustellen: „Ich glaube, es verbietet sich von selbst, ganz nach oben zu schauen. Eiterfeld und Freiensteinau werden wohl das Aufstiegsrennen unter sich ausmachen.“

Die zweite Trainerstation für Friedrich, der zuvor Schwarzenborn in der Kreisoberliga trainierte, war überraschend gut angelaufen. „Der Saisonstart war überragend“, erzählt Friedrich. Acht Spiele ohne Niederlage – so einen Höhenflug muss man erst einmal nachmachen.

Die Analyse, warum es nach einem guten Start zum Einbruch mit vier Niederlagen in Folge kam, gestaltete sich relativ einfach. „Das lag daran, dass es Pech mit Verletzungen gab“, erklärten Schuch und Friedrich unisono. Beim Spiel in Freiensteinau (2:4) beispielsweise, trat das Worst-Case-Szenario ein. Es fehlten nicht nur die beiden Torjäger Nils Fischer und Luca Eckhardt, sondern auch André Honstein. „Das sind Spieler, die sind nicht einfach Eins-zu-eins zu ersetzten“, sagte Schuch.

Luca Eckhardt, mit elf Toren eine der großen Entdeckungen in der Gruppenligaserie, erwischte es besonders hart. Kreuzbandriss in Thalau – die Diagnose war nicht nur für ihn ein Tiefschlag, sondern auch für das gesamte Team. Doch der Stürmer hatte Glück im Unglück. Das Kreuzband des 22-jährigen Stürmers sei zwar schwer lädiert, aber nicht durch. „Trotzdem wird er in dieser Saison nicht mehr spielen“, ergänzt Schuch. Frühestens im Sommer rechnet die Mannschaft wieder mit Eckhardt. Es ist selten, dass ein Neuzugang so gut einschlug wie der aus Schwarzenborn stammende Stürmer. Großen Wert legt Aulatal deswegen darauf, dass der Kader künftig verbreitert wird. „Wir sind in guten Gesprächen mit einigen Akteuren“, sagt Schuch, ohne Details zu nennen.

Friedrich hofft darauf, dass sein Team sich sowohl in der Defensive als auch in der Offensive verstärken kann. Dass eventuelle Zugänge ins Team passen sollten, versteht sich von selbst. Bis zum Weihnachtsfest bewirtschaften die Spieler einen Stand vor dem Edeka-Markt in Oberaula. „Das macht allen riesigen Spaß und ist ein Zeichen dafür, dass der Teamgeist stimmt und Gemeinsamkeit gelebt wird.“ Trainiert wird im Übrigen in der Weihnachtspause. „Wir bieten einmal in Woche Hallentraining an“, sagt Schuch.

Allerdings steht nicht nur Fußball im Vordergrund, sondern auch die allgemeine Fitness. An Hallenfußballturnieren wird die erste Mannschaft nicht teilnehmen. „Dazu haben sich leider nicht genug Spieler gefunden“, sagt Friedrich.

(Hartmut Wenzel)

Verletzter Stürmer: Luca Eckhardt.
Verletzter Stürmer: Luca Eckhardt. © Friedhelm Eyert
Verschworene Gemeinschaft: Die SG Aulatal tanzt nach einem Sieg im Heimspiel in Kirchheim im Kreis.
Verschworene Gemeinschaft: Die SG Aulatal tanzt nach einem Sieg im Heimspiel in Kirchheim im Kreis. © Hartmut Wenzel
Hat verlängert: Trainer Martin Friedrich.
Hat verlängert: Trainer Martin Friedrich. © Friedhelm Eyert

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