1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport

Handball: TVH siegt verdient gegen Eschwege

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Freude über wichtige Punkte: Marc Förtsch (vorn) und die Handballer des TV Hersfeld bejubeln den verdienten Heimsieg gegen Eschwege. foto: friedhelm eyert
Freude über wichtige Punkte: Marc Förtsch (vorn) und die Handballer des TV Hersfeld bejubeln den verdienten Heimsieg gegen Eschwege. © Friedhelm Eyert

Der TV Hersfeld hat in der Handball-Landesliga einen Befreiungsschlag gelandet: Die Mannschaft von Trainer Christian Weiß besiegte am Samstagabend in eigener Halle mit dem Eschweger TSV einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

30:23 (15:10) leuchtete es von der Anzeigentafel, während knapp 300 Handballfans dem TVH ausgelassen Applaus spendeten. Dass der Sieg der Hersfelder absolut verdient war, darüber konnte es keine zwei Meinungen geben. Auch Eschweges Trainer Julian Triller erkannte das an. „Ich bin maßlos enttäuscht von meiner Mannschaft. Hersfeld war klar besser und hat das Spiel verdient gewonnen. Wie willst du auswärts gewinnen, wenn du nur 23 Tore wirfst? Wir haben keinen Wille gezeigt und uns präsentiert wie eine tote Mannschaft“´, ärgerte sich der junge Coach.

Sein Gegenüber Christian Weiß schnaufte nach der Partei erst einmal durch, nachdem er aus der Kabine kam. „Wir haben eine konzentrierte Leistung gezeigt und verdient gewonnen. Wir hatten heute auch keine Wackler drin und haben unsere Führung sicher ins Ziel gebracht“, freute sich Weiß. Er hob vor allem die energische Abwehrarbeit seiner Mannschaft heraus und stellte dem starken Torhüter Niklas Kürten ein Sonderlob aus. „Auf dieser Leistung dürfen wir uns jetzt aber nicht ausruhen, sondern müssen daran anknüpfen“, fordert der Pädagoge. Nur bis zum 6:6 nach zehn Minuten sahen die Zuschauer – darunter auch etwa 30 Eschweger, die mit Trommeln und Tröten zunächst einen Höllenlärm machten – eine ausgeglichene Partie. Dann aber übernahm der TVH die Kontrolle. Gestützt auf den gut aufgelegten Keeper Kürten und konsequent in der endlich einmal aggressiven und wachen 6:0-Abwehr um Routinier Andreas Krause, setzte sich Hersfeld vom 8:7 auf 13:8 ab. Das war schon die Vorentscheidung, denn Eschwege zeigte sich zu lust- und harmlos, um dem Spiel noch eine Wende geben zu können. Einzig Fabian Otto trug sich mit seinen sieben Treffern – darunter drei Siebenmeter – regelmäßig in die Torschützenliste ein.

Auch nach dem Seitenwechsel ließ der TVH diesmal nichts anbrennen. Im Gegenteil. Es hatte den Anschein, als hätten die Gastgeber jede Menge Spaß an diesem Spiel, das sie komplett im Griff hatten. Nur beim 17:14 durch Otto kam Eschwege noch einmal bis auf drei Tore heran.

Wie entschlossen sich der TVH an diesem Abend präsentierte, zeigten die umjubelten Tore zum 21:16 und 22:16, die jeweils Kreisläufer Marc Förtsch erzielte. Beim ersten Treffer fing Andreas Krause in der eigenen Hälfte einen langen Ball ab des Eschweger Torhüters ab und leitete den Gegenstoß ein, beim zweiten tankte sich der Kreisläufer dann in „Förtschi-Manier“ durch und wuchtete den Ball ins Netz. Diese Szenen reichen aus, um den Unterschied zwischen beiden Teams an diesem Abend deutlich zu machen.
(Sascha Herrmann)

TVH: Kürten, Hohmann - Förtsch 4, Schikarski 2/1, Koch 7/1, Petersen 2, Krause 8, Kromm 2, Berger 5, Kehl, Wiegel, Henning, Becker, Thole

Eschwege: Medrea - Wagner, Otto 7/3, Mustapic 3, Meyer, Manegold 2, Jänsch 3/1, Guthardt 4, Löbens, Haaß 1, Manojlovic 3

SR: Baby, Wahler - Z: 300

Siebenmeter: 3:2 - 4:4

Zeitstrafen: 4:2 Minuten

Auch interessant

Kommentare