Mehr Mitglieder, neue Boote

Kooperation des Rudervereins Kurhessen Cassel mit der Universität Kassel: Längerer Steg an der Fulda

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Auf dem verlängerten Steg: (von links) RKC-Trainer Sebastian Peter, Dr. Tobias Heyer (Leiter Hochschulsport der U ni Kassel), RKC-Vorsitzende Silvia-Maria Bartnik und die neue Bootshaus-Betreiberin Josefa Sütterlin. 

Kassel – Langsam geht es nach der Corona-Zwangspause im Sport wieder los. So auch beim Ruderverein Kurhessen Cassel. Für den RKC ist es ein besonderes Jahr, denn er schaut zusammen mit seinen Vorgängervereinen Ruderklub Kurhessen und Ruderverein Cassel auf eine 130-jährige Geschichte zurück. Und trotz Corona gibt es einige Entwicklungen. Ein Überblick.

Der Wiedereinstieg

Wie bei vielen Sportarten ist der Wiedereinstieg nach der Corona-Pause auch beim Rudern ein großes Thema. So gibt es im RKC strenge Vorgaben: Nur fünf Ruderer dürfen auf dem Gelände sein. Sie müssen Mundschutz tragen – außer auf dem Wasser. Es gibt eine Desinfektionsstation. Und derzeit darf nur im Einer gerudert werden. „Was jetzt noch vermisst wird, sind die Mannschaftsboote“, sagt RKC-Vorsitzende Silvia-Maria Bartnik, die aber Verständnis für die Vorgaben hat. Ebenso darf der Kraftraum nicht genutzt werden. Aber wie schon in der Zwangspause dürfen sich die Jugendlichen die Ruder-Ergometer ausleihen und zu Hause trainieren.

Die Kooperationen

Wer das Gelände des RKC betritt, dem fällt er sofort ins Auge: der lange Steg. Von zwölf auf 24 Meter wurde er in der Kooperation der Universität Kassel und des Rudervereins erweitert. „So einen langen Steg gibt es nicht häufig. In der Region ist er sicherlich der längste“, sagt Dr. Tobias Heyer, Leiter des Hochschulsports.

Seit 2016 teilen sich der RKC und die Uni den Steg – eine Verlängerung war nun nötig. Neben den Mitgliedern des Rudervereins nutzen rund 200 Sportler der Hochschule diesen. So kam es beim Einsteigen in der Vergangenheit schon mal vor, dass es kleine Staus gab. „Gerade Anfänger brauchen länger, um in die Boote einzusteigen“, erklärt Heyer.

Der RKC setzt auf weitere Kooperationen wie mit den Schulrudervereinen des Wilhelms- und Friedrichsgymnasiums. Im Leistungssport arbeitet der Verein eng mit der Rudergesellschaft 1927 zusammen. So bündeln die Vereine die Kräfte – beispielsweise bei den Trainern. Drei Übungsleiter kümmern sich um die Leistungssportler – darunter mit Sebastian Peter (RKC) sogar ein früherer Weltmeister.

Die neuen Boote

Bei vielen Vereinen sind die Mitgliederzahlen rückläufig – beim RKC ist der gegenwärtige Trend zu beobachten. 40 neue Mitglieder traten dem Verein 2019 bei – damit hat er jetzt 255. Darunter sind viele Familien. „Interessant ist, dass viele Eltern über ihre Kinder zum Rudern kommen“, sagt Bartnik. „Es ist wichtig, die neuen Mitglieder abzuholen, ihnen Übungsleiter an die Seite zu stellen und Trainingsmöglichkeiten zu geben.“

Aufgrund der wachsenden Mitgliederzahl kaufte der Verein vier neue Boote. Für den Leistungssport einen leichten und einen schweren Renneiner – für den Breitensport einen Zweier und einen Vierer. Zwei Boote sind schon da, die beiden weiteren folgen in den nächsten Monaten. Auf die Bootstaufe muss wegen der Pandemie sowieso noch gewartet werden. Bereits verschoben wurde die 130-Jahr-Feier, die nun am 18. April 2021 stattfinden soll.

Das Bootshaus

Mit Josefa Sütterlin hat das Bootshaus des Vereins eine neue Gastronomin. Sütterlin ist bekannt als Geschäftsführerin des Gleis 1. „Die Lage ist einfach genial“, sagt die neue Mieterin. „Hier an der Fulda trifft sich Jung und Alt.“ Bartnik ist froh, dass Sütterlin beim Umbau des Restaurants die Geschichte des Vereins aufgegriffen hat. „Das Highlight sind die alten Ruder-Fotos“, sagt die Vorsitzende. „Ich habe das Gefühl, Frau Sütterlin möchte dem Verein ein zu Hause geben.“

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