Hessische Hallenmeisterschaft: Tatjana Schilling gewinnt fünf Goldmedaillen

Kramers starkes Finish

Starkes Quartett: Die Frauen des TSV Korbach (Diana Richter, Silke Kaiser, Tatjana Schilling und Marion Tenbusch) glänzten in der Altersklasse W 40/45 mit insgesamt 14 Medaillen. Fünf davon waren vergoldet. Foto:  zma

Stadtallendorf. Die Erfolge vom Vorjahr in Hanau noch übertroffen haben bei der Hessischen Hallenmeisterschaft in Stadtallendorf die 30- bis 49-jährigen Waldeck-Frankenberger Leichtathletik-Senioren: Sie holten 22 Medaillen. Weltmeisterin Tatjana Schilling (TSV Korbach) gewann fünfmal Gold. Nach einem überaus spannenden Rennen überraschte Thorsten Kramer (Battenfeld/SF Blau-Gelb Marburg) mit Gold über 3000 m der M 45.

Siebenkampf-Weltmeisterin Tatjana Schilling hatte in ihrer Altersklasse W 40 vier Einzelstarts und einen Staffellauf über 4 x 200 m angekündigt. Über 60 m siegte sie mit persönlicher Bestzeit von 8,39 Sekunden vor ihren Vereinskameradinnen Diana Richter (8,78) und Marion Tenbusch (8,80), die beide ebenfalls mit Bestzeiten auftrumpften.

Tolle 5,21 Meter

Im Weitsprung steigerte sich die Lelbacherin als überlegene Siegerin auf tolle 5,21 m. Zwei weitere Siege steuerte sie über 200 m in 28,34 Sekunden und im Hochsprung mit 1,53 m bei. „Im Hochsprung und über 200 m muss ich mich aber bis zur Deutschen Hallenmeisterschaft am 3. und 4. März in Erfurt noch erheblich steigern“, erklärte die vierfache Siegerin, ehe sie sich mit Marion Tenbusch, Silke Kaiser und Diana Richter über 4 x 1 Runde in starken 1:52,60 Minuten den fünften Titel sicherte.

Überaus spannend, ja fast dramatisch, verlief bei den Männern das 3000-m-Rennen der Altersklasse M 45. Der zur deutschen Spitzenklasse zählende Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach) ging in Abwesenheit des verletzten Wilhelm Hofmann (Berndorf/ SV Blau-Gelb Marburg) als Favorit an den Start. Mit hohem Tempo – 1000 m in 3:03 Minuten – wollte er gleich vom Start weg für klare Verhältnisse sorgen. Bis 1000 m blieb der Battenfelder Thorsten Kramer an seinen Fersen, ließ dann aber abreißen und folgte im Abstand von etwa 20 bis 25 Metern. Ab 2000 m schloss Kramer auf, setzte sich sogar an die Spitze. Eine Runde später lag Riefer wieder vorne. Kramers Siegeswille ließ jedoch unbändige Kräfte frei werden: 150 m vor dem Ziel setzte er zu einem starken Finish an und siegte in 9:32,32 Minuten mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung. Über 800 m der Altersklasse lief der 47-jährige Ingo Specht in 2:12,99 Minuten auf den Bronzerang. Silber über 3000 m der M 40 ging an Vereinskamerad Thomas Hasenauer (10:10,75). Nach 10:12,52 Minuten hatte Mike Schwarz (SV Dodenhausen) in der Altersklasse M 30 seinen ersten Lauf in einer Halle versilbert.

Eine Formüberprüfung

Nach mehrmonatiger Pause wegen Verletzung war der Start in Stadtallendorf für den mehrfachen Deutschen- und zweifachen Hallenweltmeister Nils Milde (LG Eder) eine Formüberprüfung unter Wettkampfbedingungen. Nach viel Grundlagentraining hatte der Mittelstreckenspezialist für 60 m, 200 m und 400 m gemeldet. 60 m in 8,19 Sekunden (Rang drei), 200 m in 25,68 (Zweiter) und 400 m in 56,61 (Erster) lassen für die Zukunft einiges erhoffen. Mit der LG Eder-Staffel (Andreas Linnemann, Thomas Hasenauer und Ingo Specht) lief der Heringhäuser Sportlehrer über 4 x 1 Runde in 1:41,58 Minuten auf einen weiteren Silberrang.

Einen Bericht über das Abscneiden der Senioren M/W 50 und älter lesen Sie in der Mittwochausgabe. (zma)

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