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Abschiedsinterview: Thomas Freitag war 17 Jahre lang Tischtennis-Kreiswart

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Beim Kreistag 2022 verabschiedete Peter Metzger (links), Präsidiumsmitglied des Hessischen Tischtennisverbandes, Kreiswart Thomas Freitag und überreichte ein Geschenk des Verbandes.
Beim Kreistag 2022 verabschiedete Peter Metzger (links), Präsidiumsmitglied des Hessischen Tischtennisverbandes, Kreiswart Thomas Freitag und überreichte ein Geschenk des Verbandes. © Siegfried Furchert

17 Jahre lang war Thomas Freitag Kreiswart des Tischtenniskreises Werra-Meißner. Wir sprachen zum Abschluss mit ihm im Interview.

Eschwege – 17 Jahre lang stand Thomas Freitag an der Spitze des Tischtenniskreises Werra-Meißner. Beim vergangenen Kreistag 2022 in Reichensachsen kandidierte er nicht mehr, die Delegierten wählten den 23-jährigen Lukas Möckel (Berkatal) zum Nachfolger als Kreiswart. Wir sprachen mit Freitag über seine Amtszeit, die er „mit großer Freude ausgeübt hat.“

Wie hat alles angefangen?

1978 fand der TT-Kreistag in Albungen statt. Ich bin Mitglied, spiele für den TTC Albungen und ich half bei der Bewirtung der Gäste mit. Während der Sitzung sprach mich der damalige Kreiswart Willi Ernesti an, ob ich nicht Klassenleiter einer Mädchenklasse werden wolle, schließlich würde ich ja beim TTC eine Mädchen-Mannschaft trainieren.

Ich sagte zu. Im Mai 1991 fand in Eschwege die Deutsche Junioren-Meisterschaft statt, hier stand ich im Orga-Team. Danach übernahm ich als Nachfolger von Horst Immig die Aufgaben des Kreisjugendwartes.

Aus persönlichen Gründen musste ich 1996 schweren Herzens kürzertreten, das Amt abgeben, stieg aber nach einer Pause als Klassenleiter bei den Herren wieder ein. Mein Vorgänger Hilmar Komorowski, Kreiswart seit der Fusion der TT-Kreise Eschwege und Witzenhausen, sowie die beiden langjährigen Mitarbeiter Helmut Wiegand und Friedel Lenze sen. baten mich, das Amt des Kreiswartes zu übernehmen.

Das war 2005 soweit, dass ich mich zur Wahl stellte, die Aufgaben des Vorsitzenden des TT-Kreises übernahm, die ich bis 2022 mit großer Freude ausgeübt habe.

Wie bewertest du deine Amtszeit persönlich?

Meine Amtszeit, meine Arbeit sollen andere bewerten (Anm. der Redaktion: Das wird in Kürze in einem weiteren Gespräch geschehen).

Persönlich? Ich bin stolz darauf und froh, in meiner Amtszeit als Kreiswart viele interessante Kontakte im Kreis, aber auch auf Bezirks- und Landesebene geknüpft und Menschen kennengelernt zu haben. Auch durfte ich im Sportbeirat des Landkreises mitarbeiten.

Welche vorgenommenen Pläne konntest du während der Zeit umsetzen?

Als ehemaliger Jugendwart war mir die Arbeit mit und für den Nachwuchs immer besonders wichtig. Hier konnte der Kreisvorstand einige Impulse setzen. Leider haben nicht alle Vereine die ihnen angebotenen Möglichkeiten genutzt. Stolz bin ich darauf, dass sich der Tischtenniskreis mit Tischen, Netzen und Banden ausstatten konnte.

Mit den Geräten des Kreises können sich auch kleinere Vereine bewerben und größere Veranstaltungen und Meisterschaften ausrichten, was schon geschehen ist. Um diese Ausstattung beneiden uns andere Kreise in ganz Hessen.

Wie war die Zusammenarbeit im Kreisvorstand, wie die Unterstützung durch die Vorstandsmitglieder?

Die Zusammenarbeit im Vorstand war in alle den Jahren immer sehr gut. Nur als Team konnten wir das erreichen und umsetzen, was wir erreicht haben. Die Unterstützung im engeren Vorstand war in all den Jahren hervorragend. Früher durch Friedel Lenze sen. und Helmut Wiegand, später auch durch Reiner Schröder, Ronny Schlägel und Lukas Möckel. Immer ansprechbar war auch Harald Stöber.

Aber auch auf die Mitglieder des erweiterten Vorstandes konnte ich mich, wenn sie z. B. beim Auf- und Abbau von Veranstaltungen gebraucht wurden, immer verlassen. Für diese tolle Unterstützung und die Zusammenarbeit möchte ich mich bei allen noch einmal bedanken.

Was hast du Dir vorgenommen, was letztlich dann nicht gelang?

Ein Ziel des Kreisvorstandes war, den Tischtennis-Sport im Kreis auf eine breitere Basis zu stellen. Das ist uns leider nicht gelungen, denn sowohl die Anzahl der Vereine wie auch der Mannschaften, besonders bei den Damen, ist gesunken.

Das sehe ich klar als Folge der fehlenden Nachwuchsarbeit in einigen Vereinen an, was sich jetzt immer mehr bemerkbar macht.

Wie war die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Tischtennisverband?

Klar positiv. Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zum Landesverband und zu den Mitgliedern der Geschäftsstelle. Auch dann, wenn es einige Male kritische Reaktionen von mir zu Vorschlägen der Verbandsspitze gab. Ein Beispiel: Ich kritisierte in einer Sitzung des Verbandes einen Antrag des Vizepräsidenten Finanzen Peter Metzger betreffs von Mannschaftsgebühren, wollte ihm so nicht zustimmen.

Metzger hatte wegen meiner Kritik aber einen moderateren Antrag vorbereitet, der dann eine breite und auch meine Zustimmung fand. Zu Peter Metzger und dem ehemaligen Präsidenten Norbert Englisch hatte ich immer ein sehr gutes Verhältnis. Nur durch die gute Zusammenarbeit mit den Spitzen des Verbandes konnten wir hier im Kreis einiges bewegen.

Was wünscht du deinem Nachfolger Lukas Möckel und seinem Team für ihre Amtszeit?

Ich wünsche Lukas und seinem Team, dass der jetzt anvisierte Weg in der Nachwuchsarbeit zum gewünschten Erfolg führt.

Allen Vorstandsmitgliedern wünsche ich viel Freude an ihrer Arbeit und das sie von den Vereinen des Kreises unterstützt werden. Das neue ist ein junges und engagiertes Team, das im Tischtenniskreis Werra-Meißner einiges bewegen wird.

(Siegfried Furchert)

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