SG Lossetal beim 0:0 gegen Titelaspirant TSV Grebenhain die bessere Mannschaft

Nur die Krönung fehlte

Manuel

Fürstenhagen. Es ist manchmal einfach wie verhext. Da bestimmt eine Mannschaft mit einer taktischen Meisterleistung und großer Disziplin ein Spiel, erarbeitet sich mehrere gute Chancen und nur der krönende Abschluss fehlt. So gesehen beim 0:0 im Verbandsliga-Duell zwischen der SG Lossetal und dem Titelaspiranten TSV Grebenhain, in dem der favorisierte Gast mit dem Ergebnis mehr als nur gut bedient war.

„Wir waren der moralische Sieger. Bei so einer Vorstellung der eigenen Elf macht Fußball richtig Spaß“, freute sich Interimscoach Thorsten Lutteropp nach seinem gelungenen Debüt.

Die Lossetaler hatten nach der spontanen Aufgabe von Trainer Karl-Heinz Wolf eine ereignisreiche Woche hinter sich, auf dem Platz war von diesen Turbulenzen nichts zu spüren. Vielmehr sprühten alle Akteure vor Tatendrang und ließen nur eine einzige zwingende Chance des Gegners zu.

Und auch bei dieser Möglichkeit brauchte der für Marc Reichhold (Hexenschuss) im SG-Kasten aufgebotene Sven Hollstein nicht einzugreifen, als der freistehende Ortwein das Leder in die Wolken drosch (61.). Es war ein Spiel, in dem der Tabellenzweite aus Grebenhain seine enttäuschende Vorstellung auch nicht mit dem Fehlen einiger Stammspieler entschuldigen konnte. Lossetal war einfach besser und erarbeitete sich gleich fünf erstklassige Möglichkeiten. Bei zwei fulminanten Knallern von Kai Simon knapp über das Torgebälk ging ein Raunen durchs Lossetalstadion, noch bessere Schusspositionen hatte der gleich dreimal auf der linken Seite herrlich freigespielte Daniel Wiesenfeller.

Alles stimmte im Lossetaler Spiel, nur eben der gelungene Abschluss nicht. Dennoch war Lutteropp richtig stolz auf seine Truppe, die den Beweis antrat, es mit jedem Gegner in dieser Klasse aufnehmen zu können. Und die SG Lossetal hat nach diesem Auftritt im Spiel eins nach Karl-Heinz Wolf überhaupt keinen Grund, bei der Suche nach einem neuen Coach in Hektik zu verfallen. Thorsten Lutteropp hatte eine funktionierende Elf hervorragend eingestellt und auch einem Akteur wie Manuel Schanz erstmals über 90 Minuten eine Chance gegeben. Und der rechtfertigte das Vertrauen des Trainers mit einer famosen Leistung auf der linken Seite.

SG Lossetal: Hollstein - P. Krause, Umbach, Susilovic - Schanze, Wiesenfeller (87. Hein), Ersoy, Schanz, Simon - Fraoui, Möller.

SR: Winkler (Bad Arolsen). - Z: 140.

Von Eckehard Meyer

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