Unterzahl und wilde Schlussphase

1:3: KSV Baunatal lässt gegen Flieden Federn

Baunatals Spieler Fatih Üstün (links) im Duell mit Fliedens Tobias Rehm.
+
Das Spielglück war nicht auf Baunataler Seite: KSV-Spieler Fatih Üstün (links) im Duell mit Fliedens Tobias Rehm. Den Baunatalern fehlte vor allem im ersten Durchgang die Durchschlagskraft.

Baunatal – Der KSV Baunatal unterliegt dem SV Buchonia Flieden in der Fußball-Hessenliga zuhause mit 1:3 - vor allem die Schlussphase im Baunataler Parkstadion war wild.

Zwischen erlösendem Jubel und bitterer Enttäuschung liegen manchmal nur wenige Sekunden: Per Strafstoß macht Baunatals Sebastian Schmeer – zuletzt wochenlang verletzt – in der Fußball-Hessenliga den späten 1:1-Ausgleich gegen Buchonia Flieden. Riesige Freude beim KSV, der 87 Minuten für diesen Treffer geackert hat. Doch Flieden schlägt brutal zurück, schenkt Baunatal in den Schlussminuten noch zwei Tore ein.

Baunatal-Trainer Tobias Nebe: „Das darf nicht passieren. Wir dürfen nach dem Ausgleich nicht sofort wieder das Gegentor kassieren.“

Was für eine wilde Schlussphase: Nach dem Schmeer-Treffer bricht Fliedens Marc Götze auf der rechten Seite durch, plötzlich stehen zwei Gäste-Angreifern nur zwei Baunataler Defensivakteure gegenüber. Götze zieht in den Strafraum und trifft zur erneuten Gäste-Führung (88.).

Kann sich Baunatal noch einmal aufbäumen? Nein, stattdessen die nächste Unaufmerksamkeit der Gastgeber: KSV-Kapitän Daniel Borgardt springt der Ball vom Fuß, Baunatals Torhüter Jonas Labonte steht zu weit vorm Tor und Flieden-Stürmer Fabian Schaub nutzt den Aussetzer, trifft zum 3:1 für die Auswärtsmannschaft –Baunatal ist endgültig geschlagen. „Ich kann mir nicht erklären, warum wir so unkonzentriert waren. Wir haben das ganze Spiel über zu viele Fehler gemacht“, beklagt Nebe.

Bereits im ersten Durchgang wird gepatzt: Langer Ball aus dem Halbfeld, Stellungsfehler in der KSV-Abwehr, Fliedens Marc Götze bekommt am linken Strafraumeck den Ball und trifft zur Führung (9.).

Flieden zieht sich fortan zurück. Baunatal macht das Spiel, ohne offensiv wirklich zwingend zu sein. Flieden-Schlussmann Lukas Hohmann muss in der ersten Halbzeit nicht einen Ball parieren. Die besten Chancen bringen Baunatals Borgardt (22.) und Hüseyin Cakmak (29., 38.) nicht aufs Tor. Die Gäste setzen hingegen immer wieder Nadelstiche – dank freundlicher Mithilfe des KSV. 31. Minute: Fehler im Spielaufbau, Schaub taucht frei vor KSV-Torhüter Labonte auf, doch der macht sich breit und verhindert das zweite Gegentor.

Nach der Pause wird’s zunächst nicht besser: Baunatals Niklas Künzel fliegt nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz (48.) – ein suboptimaler Start in den zweiten Spielabschnitt. Flieden-Trainer Bardo Hirsch: „Der Platzverweis hat die Dynamik zugunsten von Baunatal verändert, sie mussten kommen.“

Und der KSV rennt an: Manuel Pforr vergibt die beste Chance zum Ausgleich (60.). Den macht dann Schmeer, ehe sich Baunatal selbst um den Punktgewinn bringt. (Von Pascal Spindler)

Statistik

KSV Baunatal - Buchonia Flieden 1:3 (0:1)

Baunatal: Labonte - Krengel, Blahout, Künzel, Durak (72. Dag) - Springer (55. Pforr), Berninger-Bosshammer, Borgardt, Üstün (55. Schmeer), Lorenzoni - Cakmak

Flieden: Hohmann - Rehm (46. Beladjel), Leibold, Kreß, Hohmann - Rumpeltes, Kullmann, Hagemann (77. Birkenbach), Götze, Müller (53. Pfeiffer), Schaub.

SR: Marcel Rühl (Wettenberg) – Zuschauer: 200

Tore: 0:1 Marc Götze (9.), 1:1 Sebastian Schmeer (87., Foulelfmeter), 1:2 Marc Götze (88.), 1:3 Fabian Schaub (89.)

Gelb-Rot: Niklas Künzel (48., Baunatal)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.