SSC Vellmar empfängt Sinzig

Kurioser Abstiegskampf in der Volleyball-Regionalliga

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So wird es gemacht: Vellmars Trainer Roland Löber gibt der Mannschaft um Moritz Denk (rechts) Anweisungen in einer Auszeit.

Die Saison in der Volleyball-Regionalliga biegt auf die Zielgerade ein. Der SSC Vellmar hat bei noch vier ausstehenden Spielen einen komfortablen Vorsprung von zwölf Punkten auf die Abstiegsplätze. Dennoch droht weiterhin die Abstiegsgefahr. Daher ist das Heimspiel gegen den direkten Kontrahenten LAF Sinzig (Samstag, 19 Uhr, Großsporthalle) ein wegweisendes Duell.

Dagegen ist für die VSG Kassel-Wehlheiden der Abstieg in die Oberliga schon vor der Partie beim Tabellenführer TSV Speyer (Samstag, 19 Uhr) nicht mehr zu verhindern.

Die Situation

Eigentlich ist die Situation im Abstiegskampf klar. Zwei Teams müssen in die Oberliga runter. Die Vellmarer liegen als Achter und Drittletzter also am sicheren Ufer. Die TG Naurod und VSG Kassel-Wehlheiden stehen abgeschlagen am Tabellenende (siehe Tabelle rechts). Aber der Eindruck täuscht, denn falls es zwei Absteiger aus der Dritten Liga in die Regionalliga Süd-West gibt, steigt plötzlich auch der Drittletzte ab. Kein Wunder, dass SSC-Zuspieler Marc Löber sagt: „Wir wollen unbedingt verhindern, am Ende der Saison auf dem drittletzten Platz zu stehen.“

Die Situation wird aber noch kurioser, schließlich sind die Vellmarer mit dem Sechsten Sinzig und dem Siebten Eintracht Frankfurt punktgleich – selbst der Fünfte Kriftel II hat nur zwei Punkte mehr als das genannte Trio auf dem Konto.

Die Gegner

„Das wird unser wichtigstes Heimspiel“, kündigt Marc Löber die Partie gegen die LAF Sinzig an. Schließlich zählen die Gäste zum punktgleichen Trio – und sind so ein direkter Kontrahent. „Alle Spieler sind sich der Lage bewusst. Dieses Spiel wird entscheidend sein für das Saisonende. Zum Glück sind wir uns einig: Wir wollen definitiv die Liga halten“, sagt Außenangreifer Jonas Manß.

Zudem möchte sich Vellmar mit dem Heimvorteil im Rücken für die 0:3-Pleite im Hinspiel revanchieren. Aber Vorsicht: Zuletzt setzte Sinzig mit dem Sieg gegen Kassel-Wehlheiden ein Zeichen, dass es den Kampf um den Klassenerhalt ebenfalls aufgenommen hat.

Die Kasseler haben sich dagegen schon mit dem Abstieg abgefunden – und können gelassen in das Auswärtsspiel gehen. Die Partie beim Tabellenführer und sicheren Meister TSV Speyer wird zum Duell David gegen Goliath.

Im Hinrunden-Spiel holte Kassel immerhin einen Satz und verlor die anderen drei jeweils knapp. Allerdings weiß VSG-Coach Dierk Fooken, wie hoch die Hürde sein wird: „Es wird vermutlich nichts für uns zu holen sein. Speyer spielt eine hervorragende Saison und ist stabil. Kein Team konnte sie bisher schlagen.“

Von Manuel Kopp und Sarah Ackermann

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