Hammerwerfer aus Treysa ist einer der Besten

Lasse Gundlach zählt nun zu Deutschlands Besten

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Modellathlet: Lasse Gundlach beim schnellen Drehen im Hammerwurf-Ring.

Hammerwerfer Lasse Gundlach ist einer der besten der Republik - obwohl er gerade einmal 17 Jahre alt ist. Nun hat er den ersten Lehrgang mit dem Bundestrainer absolviert. 

„Das war für mich ein tolles Erlebnis“. Das sagte Nordhessens Hammerwurf-Hoffnung Lasse Gundlach (ESV Jahn Treysa) nach der Rückkehr vom ersten Kader-Lehrgang unter Nachwuchs-Bundestrainer Joachim Lipske in der vormaligen Kaderschmiede der DDR im heutigem Olympischen Trainingszentrum in Kienbaum (Landkreis Oder/Spree).

„Besonders die Wurftechnik-Analyse hat mich begeistert und war völlig neu für mich. Erstmals habe ich mit den besten Werfern Deutschlands trainieren können - ohne den üblichen Wettkampfstress und den Konkurrenzdruck bei großen Titelkämpfen“, freute sich Lasse und fügte hinzu: „Der Wille zur Verbesserung der eigenen Leistung war bei allen sichtlich spürbar und schweißt die Truppe zusammen. Es entstand so etwas wie eine Gemeinschaft unter den jungen Athleten.“

Durch starke Leistungen in der abgelaufenen Saison wurden die Elite-Trainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes auf den Georg-Christoph-Lichtenberg-Schüler aus dem Fuldabrücker Ortsteil Bergshausen aufmerksam und beriefen ihn in den Nachwuchskader des DLV. „Das hat mich ungemein motiviert.“ Mit dem Gardemaß von 1,91 m sowie 100 Kilogramm Körperwicht bringt der 17-Jährige ideale Voraussetzungen für die Arbeit im Wurfring mit.

Seine Bestleistung von 66,61 m mit dem Fünf-Kilogramm-Gerät erzielte der Musterschüler von Stützpunkttrainer Helmut Schneider bei den internationalen Werfertagen in Halle an der Saale. Dieses brachte ihn an die vierte Position im DLV. Noch schwerer in der Erfolgsbilanz wiegt der dritte Rang bei der Jugend-DM in Ulm. Jetzt gilt es im kommenden Jahr die Umstellung auf das Sechs-Kilogramm-Gerät der Jugend U 20 zu bewältigen. „Doch das ist machbar“, sagt Trainer Schneider.

Lasse genießt die uneingeschränkte Unterstützung seiner Familie. „Fünf wöchentliche Trainingseinheiten, drei davon in Treysa, sind sehr zeitaufwändig“, sagt der Modellathlet und führt weiter an: „Dadurch muss ich auf manche Einladung verzichten. Doch ich habe einen tollen Freundeskreis, der dafür großes Verständnis hat.“

Neben den Fahrten in die Schwalm bietet das Kasseler Lichtenberg-Gymnasium ab der siebten Stunde täglich ein beaufsichtigtes Athleten-Training an. „An zwei Tagen in der Woche kann ich dort den Trainingsplan von Helmut Schneider abarbeiten“, erläutert Gundlach.

Die Qualifikation zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 2021 im Aue-stadion in Kassel ist eine weitere Motivation und ein großes Ziel zugleich. „Dort möchte ich als Jugendlicher bereits bei den Männern mitwerfen“. Zudem lockt im Juli 2021 die Junioren-Europameisterschaft U 20 in Tallinn in Estland.

Doch bis dahin gilt es noch viele Tonnen Eisen zu stemmen und viele Trainingswürfe zu absolvieren. Mitte Dezember steht das erste Wurftraining unter Joachim Lipske in Halle an der Saale an. Einen Tag später geht es zur Körpervermessung nach Leipzig.

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