Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juni

Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften: Im Auestadion geht es rund

Topfavorit auf den Titel im Speerwerfen: Der Weltjahresbeste Thomas Röhler erwartet einen Wettkampf auf hohem Niveau. Foto:  dpa/Montage: Bachmann

Kassel. Es kann losgehen. Die deutschen Leichtathletik-Asse kämpfen ab Samstag, 18. Juni, im Kasseler Auestadion um nationale Titel. Insgesamt werden am Samstag und Sonntag rund 1300 Athleten an den Start gehen.

Das Stadion ist präpariert, die Fernsehsender haben Kabel in Kilometerlänge verlegt, und die Sportler brennen auf die Höhen- und Weitenjagd. „Eine Deutsche Meisterschaft ist nie ein Selbstläufer. Da musst du alles geben“, sagt Thomas Röhler.

Der Speerwerfer hat erst in der Vorwoche mit 89,30 Meter eine Jahresweltbestmarke gesetzt. Logisch, dass der 24-Jährige in Kassel zu den Topfavoriten zählt. „Es wird ein Wettkampf auf hohem Niveau“, sagt Röhler. Er habe sich das Stadion mehrmals angeschaut und sei sich sicher, dass bei optimalen Bedingungen „richtig gute Weiten drin sind“. Mit Johannes Vetter könnte es jedenfalls zu einem packenden Duell kommen. Los geht’s am Samstag um 13.35 Uhr. Für die beiden gilt das Motto: Auf zum großen Wurf ins Auestadion!

Überhaupt dürfen sich die Zuschauer auf tolle Wettkämpfe freuen, zumal es für die Athleten auch um die Qualifikation für die EM und für die Olympischen Sommerspiele geht. Die Speerwerfer Röhler und Vetter haben die Norm für Rio bereits erfüllt. „Die Spiele sind natürlich mein großes Ziel“, sagt Röhler, der in Kassel seinen fünften Deutschen Meistertitel in Folge holen will. In dieser Saison soll nun endlich auch auf internationaler Bühne eine Medaille herausspringen.

Nicht nur der Speerwurf der Männer hat es in sich. In Christina Obergföll, Linda Stahl, Weltmeisterin Katharina Molitor und Shooting-Star Christin Hussong dürfen sich vier Speerwerferinnen Hoffnungen auf den Titel machen. Pikant: Alle vier haben die geforderte Weite für die Olympischen Spiele geworfen, der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nimmt aber nur drei Athletinnen mit nach Rio. Der Wettkampf beginnt am Sonntag um 16.35 Uhr.

Ein noch dichteres Feld gibt es bei den Stabhochspringerinnen. Fünf Starterinnen haben die Norm für Rio in der Tasche - die Platzierungen in Kassel können entscheidend sein. Mehr Brisanz geht nicht. Beginn ist am Samstag um 14.40 Uhr. Unabhängig davon wird es ein Wiedersehen mit Martina Strutz geben. Die 34-Jährige aus Schwerin begeisterte vor fünf Jahren die Zuschauer im Auestadion.

Dieses Mal hat der Diskuswurf der Männer beste Chancen, der Höhepunkt der Deutschen Meisterschaft zu werden. Erstens deutet vieles auf einen Fünfkampf hin, und zweitens kommt es dabei zum Bruderduell zwischen Robert und Christoph Harting. Der ältere, Robert (31), will den Titel von seinem jüngeren Bruder (25) zurückerobern. Eine wunderbare Konstellation für die Zuschauer, die am Sonntag ab 14.30 Uhr dieses Duell verfolgen können.

Heute beginnen die Vorkämpfe um 10 Uhr, die ersten Finals starten um 11.30 Uhr. Am Sonntag legen die Athleten um 12.30 Uhr los. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung, dass das Wetter besser wird als vor fünf Jahren.

Von Robin Lipke

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