14-jährige Hochspringerin Natalie Herbig eilt von Erfolg zu Erfolg

Bebra. Sie macht hohe Sprünge, bleibt aber auf dem Teppich: In Natalie Herbig hat die LGA Rotenburg-Bebra erneut ein großes Leichtathletik-Talent, das sich anschickt, Titel um Titel in den Kreis zu holen.

Erst kürzlich gewann die 14-Jährige mit Bestleistung von 1,55 Metern den Hochsprung-Wettbewerb bei den Nordhessischen Meisterschaften in der Halle.

Nicht der erste Erfolg der Gymnasiastin aus Gerstungen, die imvergangenen Sommer so richtig durchstartete. Dabei betreibt sie Leichtathletik schon seit sechs Jahren, wie sie erzählt. „Erst habe ich Fußball gespielt, dann auch mal Handball“, erinnert sich Natalie Herbig an die Anfänge ihres sportlichen Werdegangs. Mit neun versuchte sie sich in der Leichtathletik, sollte „einfach nur mal bei einem Wettkampf mitmachen“ - und blieb begeistert dabei. Traditionell achtet das LGA-Trainerteam mit Wolfgang Weber und Hajo Löffler darauf, dass junge Athleten vielseitig ausgebildet werden und im Mehrkampf starten. Doch der Hochsprung wurde schnell zu Natalie Herbigs Lieblingsdisziplin. „Zu springen und über die Latte zu fliegen, das ist ein tolles Gefühl“, schwärmt sie.

Ansonsten aber wirkt die 14-Jährige sehr ruhig, fast abgeklärt. „Mein Traum wäre es, einmal bei Deutschen Meisterschaften zu springen“. sagt sie vergleichsweise vorsichtig.

Immerhin: Bei den Hessischen Meisterschaften wurde Trainer Wolfgang Weber von keinem Geringeren als Günter Eisinger auf seine Athletin angesprochen. Eisinger führte als Trainer die Helsaerin Ariane Friedrich in die Hochsprung-Weltspitze. Auf dem Weg nach oben will Natalie Herbig vor allem an ihrem Anlauf feilen. „Der kann noch schneller und dynamischer werden“, sagt die Athletin, die mit jetzt schon 1,78 Metern die ideale Größe für eine Hochspringerin ihres Alters mitbringt. „Und die Kurve kann ich noch besser nehmen.“ Überhaupt der Anlauf: Die Konkurrenz aus Südhessen, weiß sie, trainiert das ganze Jahr über in Hallen mit Tartanbelag und in Spikesschuhen. Das geht hier in der Region nicht. „Deshalb ist mein Anlauf zu Beginn der Saison immer ein bisschen ungleichmäßig“, gibt Natalie Herbig zu.

Trainer Wolfgang Weber ist begeistert von dem Talent. „Natalie ist eine Athletin, wie es sie heutzutage nicht so oft gibt. Sie hat kein Problem damit, bis zu viermal in der Woche zu trainieren“, sagt Weber. Bislang arbeitete sie im Athletikbereich, bald sollen Krafteinheiten dazukommen, sagt der Trainer.

Ihre Begeisterung für den Sport äußert die Athletin selbst in einem klaren Satz: „Leichtathletik ist für mich schon mit das Wichtigste!“

Von Rainer Henkel

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