Leichtathletik-Großereignis

30. Göttinger Altstadtlauf: Weitere Steigerung unmöglich

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Wenn die Läufer und Läuferinnen vorüberfliegen: Am Dienstag geht es zum 30. Mal rund durch die Göttinger City. 

Göttingen. Mit insgesamt 4650 Voranmeldungen ist der 30. Göttinger Altstadtlauf um den Novelis-Cup schon lange vor Anmeldeschluss ausgebucht.

Dass der neue Teilnehmerrekord in absehbarer Zeit aber übertroffen wird, ist unwahrscheinlich. „Die Kapazitätsgrenzen sind nicht mehr auszuweiten“, so Chef-Organisatorin Karin Geese vom Veranstalter LG Göttingen. Es sind vor allem Fragen der Sicherheit, die das Limit bestimmen.

Zwar könnte man die Mittelstrecke oder den Firmen-Cup entzerren, indem man mehr Läufer zulässt, diese aber über zwei Rennen verteilt. Ein solches Procedere würde jedoch den genehmigten Zeitrahmen von 18.30 bis 22 Uhr sprengen, doch daran ist zurzeit nicht zu denken.

Auch für Kurzentschlossene wird am Dienstag nichts mehr gehen: „Erstmals in der 30-jährigen Geschichte des Altstadtlaufs wird es keinerlei Nachmeldemöglichkeiten mehr geben“, so die Hauptorganisatorin Karin Geese. „Das gilt für alle Strecken. Auch nicht abgeholte Startnummern werden nicht weiter vergeben.“

Mittelpunkt Theaterplatz

Dass zum insgesamt vierten Mal Start und Ziel nicht am Markt sein werden, dürfte sich bei Akteuren und Zuschauern bereits herumgesprochen haben. Stattdessen wird der Kreisel am Theaterplatz Mittelpunkt des Geschehens sein. Vorteilhaft für die Läufer: Am Start ist mehr Platz als in der Weender Straße, wo es gleich nach dem Start beim Abbiegen in die Rote Straße außerordentlich beengt zugeht. Mit den letzten 200 Metern haben jedoch einige Läufer beim letzten Altstadtlauf mit Start und Ziel am Deutschen Theater wenig positive Erfahrung gemacht. In der Theaterstraße geht es zum Schluss permanent bergauf und in Kombination mit der großen Hitze war im Zielbereich mehrfach medizinische Hilfe notwendig.

Zu hohen Temperaturen gepaart mit der entsprechenden Luftfeuchtigkeit dürfte es jedoch am Dienstag nicht kommen. Immerhin soll das Thermometer aber wieder auf 24 Grad steigen – nach dem geradezu „arktischen“ Wochenende genau zur richtigen Zeit.

Auch in diesem Jahr ist der Altstadtlauf für die LG Göttingen wieder eine enorme organisatorische Herausforderung. Es mussten wieder 150 Helfer und Kampfrichter rekrutiert werden, um unter anderem Startnummern auszugeben und die Laufstrecke zu sichern. Unterstützt werden sie dabei tatkräftig von der Göttinger Polizei, den sieben  A-Apotheken und Dr. Husmann, die für Getränke an der Strecke sorgen sowie der GoeSF, die für die Infrastruktur im Start-/Zielbereich zuständig ist.

Hauptlast bei Karin Geese

Auch in diesem Jahr konnte Karin Geese, auf der wieder einmal die organisatorische Hauptlast liegt, eine ausreichende Zahl von Hilfskräften engagieren, sieht allerdings für die nahe Zukunft Probleme, da immer mehr vor allem auch erfahrene Unterstützer aus Altersgründen ausscheiden oder zumindest kürzertreten werden. Zu diesen wird auch die Cheforganisatorin selber gehören, auf der seit vielen Jahren die Hauptlast ruht. Eine geeignete Nachfolge sucht die LG Göttingen schon seit einiger Zeit, aber bislang hat sich noch niemand mit ausreichend Erfahrung, einer gehörigen Portion Know-how und vor allem der nötigen Zeit gefunden. Der Altstadtlauf ist für den Verein eine Art Lebensversicherung, weil ohne die Einnahmen der kostenintensive Wettkampfbetrieb für über 100 Athleten nicht zu bewältigen wäre.

2018 jedenfalls geht es noch einmal fast in der alten Besetzung um 18.30 Uhr mit dem Youngsterlauf los und gegen 22 Uhr werden hoffentlich auch die letzten Läufer die Lichtschranke der Firma Hucke-Timing am Theaterplatz passiert haben. (dn/nh)

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