Die 6000 Punkte im Blick

Hofgeismarerin Vanessa Grimm schließt im Siebenkampf zur nationalen Spitze auf

Beim Siebenkampf in Ratingen erzielte Vanessa Grimm (rechts) Bestleistung: Unterstützung im Wettkampf bekam sie von Siegerin Carolin Schäfer, die wie Grimm der Sportfördergruppe der Hessischen Polizei angehört. Foto:  Humme

Hofgeismar. Sie hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert und klopft inzwischen fest an die Tür zur deutschen Spitze: Siebenkämpferin Vanessa Grimm hat am Wochenende beim international besetzten Mehrkampfmeeting in Ratingen bewiesen, dass mit ihr künftig zu rechnen ist.

Mit 5694 Punkten schob sich die Hofgeismarerin auf den vierten Rang der U23-Bestenliste des Deutschen Leichtathletikverbandes. Wie gut sie nach hartem Wintertraining in diesem Jahr in Form ist, beweist die Tatsache, dass sie gleich in drei Disziplinen (100 Meter Hürden, Hochsprung, Weitsprung) persönliche Bestleistungen erzielte und am Ende um 104 Punkte über ihrer alten Bestmarke lag.

Wie sich das für Mehrkämpfer gehört, war die 20-Jährige am Wochenanfang „körperlich völlig kaputt, aber super glücklich“. Schließlich hatte die deutsche Jugendmeisterin des vergangenen Jahres in einem Wettkampf mit internationalen Top-Athletinnen den fünften Platz erzielt. Siegerin des Wettkampfs wurde die aktuelle Nummer zwei der Weltrangliste, Carolin Schäfer.

Mit der Weltspitze gemeinsam einen Wettkampf zu bestreiten, ist per se schon eine besondere Sache für eine 20-Jährige. „Das motiviert mich natürlich ungemein“, sagt sie. Da einigermaßen mithalten zu können, „zeigt mir, dass es sich lohnt für seine Träume zu kämpfen“.

In der trainingsintensiven Zeit sind es sechs bis sieben Einheiten, die die Studentin der hessischen Polizei absolviert. Vanessa Grimm ist davon überzeugt, dass sich die Anstrengung lohnt. Deshalb hat sie inzwischen auch die 6000 Punkte im Blick. „Das ist für jede Siebenkämpferin natürlich das Ziel, diese Marke irgendwann zu knacken.“

Wie Carolin Schäfer ist Vanessa Grimm in der Sportfördergruppe der Hessischen Polizei. Für Wettkämpfe werden die Athletinnen freigestellt. Inzwischen kennen sich die Bad Wildungerin und die Hofgeismarerin schon gut. Dass die Jüngere von der Weltklasse-Athletin dabei viel lernen kann, versteht sich von selbst. So hat Grimm auch beim Wettkampf in Ratingen Unterstützung von Schäfer erfahren. Das könnte auch bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften am 12. und 13. August in Grünheide-Kienbaum, an denen Vanessa Grimm teilnehmen möchte, wieder so sein.

Nachdem sie es diese Woche im Training etwas ruhiger angegangen „und auch mal die Beine hochgelegt hat“, wird das Training in Vorbereitung auf den großen Wettkampf in den nächsten Tagen wieder straffer gestaltet werden. Wenngleich die Athletin in den vergangenen Wochen in fast allen sieben Disziplinen neue persönliche Bestleistungen aufgestellt hat, ist sie überzeugt, dass „da überall noch Luft nach oben ist“.

Es ist eben auch dieses gesunde Selbstbewusstsein, dass die 6000 Punkte für Vanessa Grimm zu einer realistischen Größe macht.

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