Einsames Rennen auf der Langstrecke in Hessisch Lichtenau - Fast 500 Teilnehmer beim Volkslauf

Andreas Jordan dominiert erneut

Kampfgeist: Auch auf den letzten Metern vor dem Ziel legten sich diese Läufer ins Zeug. Hinten der Kaufunger Torsten Würtz.

Hessisch Lichtenau. Auf seiner Heimstrecke durch den Hirschhagener Wald fühlt sich Andreas Jordan vom TSG Fürstenhagen immer pudelwohl. „Bei den Nordhessencup-Veranstaltungen gibt es zwar leichter zu laufende Abschnitte, doch es war wieder gut“, sagte der klare Gewinner und Gesamtschnellste über 19,4 Kilometer beim Volkslauf des TV Hessisch Lichtenau.

Im vergangenen Jahr war er noch Hand-in-Hand mit dem Wesertaler Michael Kutscher ins Ziel gelaufen, angesichts fehlender Konkurrenz musste er dieses Mal die Hälfte der Distanz als Solist bestreiten. Fast zwei Minuten länger benötigte der Eschweger Timo Pippart als Zweitschnellster, und der startet im Gegensatz zu Jordan (M 40) noch in der Altersklasse M 30.

Von Erschöpfung beim TSG-Erfolgsläufer nach den fast 20 Kilometern aber keine Spur, er war nach seiner erneuten Top-Leistung einfach nur zufrieden. So zufrieden wie auch die Organisatoren des TV Hessisch Lichtenau. Exakt 496 Läuferinnen und Läufer waren bei besten Bedingungen dabei, gleich 165 von ihnen starteten über fünf Kilometer. Und hier wurde Max Fuchs seiner Favoritenrolle ebenso gerecht wie Felix Kaiser vom PSV Grün-Weiß Kassel über 10,4 Kilometer. „In Hessisch Lichtenau laufe ich immer gern. Die Strecke ist zwar anstrengend, aber sehr schön“, so Kaiser. Im Ziel nippte er nach einem einsamen Rennen mit Start-Ziel-Sieg schon fröhlich am Erfrischungsgetränk, da lagen noch einige seiner Verfolger völlig platt und ausgelaugt auf der Tartanbahn.

Schwätzchen im Ziel

Ganz anders Martin Wahl vom WSV Oberhof. Strahlend bewältigte der 65-Jährige die letzten der über 10 000 Meter und hielt dann ein Schwätzchen mit der Konkurrenz. Seine Zeit von 46:54 Minuten als Vierter bei den Senioren M 60 hätte in der Altersklasse M 50 noch zum fünften Platz gereicht. Kein Wunder, schließlich ist der Mann aus Zella-Mehlis in der Laufszene alles andere als ein Unbekannter und gewann schon deutsche Marathon-Meisterschaften in München und Frankfurt.

Bei den Seniorinnen W 60 war über zehn Kilometer wieder einmal keine schneller als Liesel Schöffel-Seggewiß vom TSG Fürstenhagen, die in glatten 54 Minuten das Ziel erreichte. Nur einer Konkurrentin musste sich die Lichtenauer Lokalmatadorin Ilona Hildmann über fünf Kilometer in der Klasse W 50 geschlagen geben, dafür hängte ihre junge Vereinskameradin Lea Ludwig wieder einmal alle Rivalinen über die zweieinhalb Stadionrunden ab, obwohl ihr ihre Pollenallergie auch in diesem Jahr über die 1000 Meter arg zu schaffen machte.

Überhaupt hatte der Nachwuchs des heimischen TV und des TSV Retterode viele große Auftritte mit Top-Platzierungen und erstklassigen Zeiten im Stadion.

Louis Hartwig im grünen Trikot des Veranstalters war strahlender Sieger in der Klasse MU 16 über 1000 Meter, jeweils zweite Plätze sicherten sich Cecile Löber und Daniel Seeling (beide Retterode) sowie TV-Nachwuchsläufer Elijah Muth. (eki)

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